JJ Gabriel gilt derzeit als eines der gefragtesten Talente im europäischen Fußball. Der frischgebackene 16-Jährige drängt nach einem Zerwürfnis auf einen Abschied von seinem Ausbildungsklub Manchester United. Wie das Portal „Transfermarkt“ berichtet, hat der FC Bayern München bereits den Kontakt zur Spielerseite aufgenommen, sieht sich im Werben um den Spielmacher aber namhafter Konkurrenz ausgesetzt.

Eskalation nach der Youth League

Der sportliche Aufstieg des 1,74 Meter großen offensiven Mittelfeldspielers schien in England lange vorgezeichnet. In der vergangenen Spielzeit erzielte der Rechtsfuß bemerkenswerte 26 Tore in 29 Einsätzen für die U18 der „Red Devils“. Zur Belohnung trainierte er mehrfach bei den Profis mit und führte Gespräche mit Vereinslegende Alex Ferguson sowie Ex-Trainer Ruben Amorim. Vor der laufenden Saison erhielt Gabriel sogar eine offizielle Rückennummer für die erste Mannschaft. Doch unter dem aktuellen Trainer Michael Carrick wartet der Teenager bislang vergeblich auf eine Nominierung für ein Pflichtspiel.

Anfang September entlud sich die Frustration des Spielers. Statt in der Champions League aufzulaufen, musste Gabriel in der Youth League gegen den Sabah FK antreten. Zwar steuerte er beim 5:0-Sieg einen Dreierpack bei, blieb dem Profitraining in den folgenden Tagen jedoch fern. Dem britischen „Telegraph“ zufolge reichte der Youngster eine formelle Mitteilung ein, um seine Vereinsregistrierung aufzulösen. Gleichzeitig löschte er sämtliche Beiträge mit United-Bezug von seinem Instagram-Profil und sagte eine geplante Kadernominierung für das anstehende Ligapokal-Spiel gegen Brighton & Hove Albion ab.

Europäische Elite bringt sich in Stellung

Das zerrüttete Verhältnis ruft nun die internationale Konkurrenz auf den Plan. Neben dem FC Bayern München bekunden auch Real Madrid, der FC Barcelona, Paris Saint-Germain und Manchester City konkretes Interesse an einer Verpflichtung. Ein Transfer gilt als finanziell attraktiv, da Profiverträge in England erst ab dem 17. Lebensjahr unterschrieben werden dürfen. Folglich würde für den aufnehmenden Verein bei einem Wechsel lediglich eine Ausbildungsentschädigung fällig werden.

Vor einem Transfer ins Ausland müssen allerdings noch bürokratische Hürden überwunden werden. Die Regularien erlauben internationale Wechsel vor dem 18. Geburtstag grundsätzlich nur innerhalb der Europäischen Union. Da der Spielmacher jedoch der Sohn eines irischen Vaters und einer Mutter mit zypriotischen Wurzeln ist, erfüllt er die Voraussetzungen für einen EU-Pass. Wohin der Weg des Spielers führt, der bereits im Alter von neun Jahren durch ein millionenfach geklicktes YouTube-Video als „Kid Messi“ weltweite Bekanntheit erlangte, bleibt vorerst offen.

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