Borussia Dortmunds Cheftrainer Niko Kovac hat sich auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt schützend vor seine Mannschaft gestellt. Nach dem jüngsten knappen Auftritt in der Champions League reagiert der 55-Jährige deutlich auf kritische Stimmen zum Dortmunder Spielstil.

Kovac verteidigt Auftritt in der Königsklasse

Beim 2:1-Arbeitssieg in der Champions League gegen den aserbaidschanischen Underdog Sabah FK hatte sich der BVB zwar viele Chancen erspielt, jedoch die letzte Konsequenz vor dem Tor vermissen lassen. Schon beim vorangegangenen torlosen Remis gegen Union Berlin tat sich die Dortmunder Offensive sichtlich schwer. Dennoch zeigt sich die sportliche Leitung mit der grundsätzlichen Leistung einverstanden.

„Wir erzählen euch ja nicht irgendetwas. Wir sind sehr realistisch und können es einschätzen“, erklärte Kovac am Freitagmittag. Der Trainer betonte, dass seine Mannschaft in Aserbaidschan verdient gewonnen habe. Dass die Ausbeute vor dem gegnerischen Gehäuse aktuell zu gering ausfällt, räumte er ein, hob aber den Erfolg in den Vordergrund. Die Art und Weise sei größtenteils absolut in Ordnung gewesen.

Trainer durchschaut die „Tricks“ der Kritiker

Rufe nach mehr spielerischer Kreativität begleiten die Schwarz-Gelben immer wieder. Für Kovac ist diese Erwartungshaltung im BVB-Umfeld völlig normal, er weigert sich jedoch, in Aktionismus zu verfallen. Er sei kein Freund davon, etwas zu versprechen. „Von daher ist es, wie wir es im Moment machen, gut. Es geht natürlich immer besser. Dabei bleibe ich. Das lasse ich mir auch nicht ausreden“, stellte der Übungsleiter klar.

Besonders stört den Trainer offenbar die mediale und öffentliche Dynamik rund um sein Team. Gegen Sabah habe er viele gute Ansätze gesehen und betonte, die Spieler seien ohnehin selbstkritisch. An die Adresse der Zweifler richtete er klare Worte: „Ich lasse mir nicht aus einer Minderheit eine Mehrheit machen. Das wäre zu leicht. Diese Tricks, die kenne ich.“

Personelle Situation vor dem Frankfurt-Spiel

Am Samstagabend (18:30 Uhr) wartet im heimischen Stadion mit Eintracht Frankfurt nun die nächste Bewährungsprobe. Dabei kann der BVB personell fast aus dem Vollen schöpfen. Verzichten müssen die Dortmunder nach der Rückkehr aus Aserbaidschan lediglich auf drei Akteure.

Die beiden griechischen Offensivkräfte Giannis Konstantelias und Konstantinos Karetsas stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Auch das Außenverteidigertalent Kaua Prates fällt aus. Alle weiteren Profis sind fit und sollen gegen die Hessen den nächsten Heimsieg einfahren, um die aufkommenden Diskussionen sportlich zu beantworten.

Verwandte Beiträge