Borussia Mönchengladbach wartet weiter auf den ersten Heimsieg der laufenden Bundesliga-Saison. Im heimischen Borussia-Park kam das Tabellenschlusslicht gegen den Aufsteiger SC Paderborn nicht über ein torloses Remis hinaus.

Trotz bester Gelegenheiten in der ersten Halbzeit reichte es für die Hausherren nicht zum dringend benötigten Befreiungsschlag. Die Gäste aus Ostwestfalen verdienten sich den Punktwechsel durch eine kompakte Leistungssteigerung im zweiten Durchgang.

Chancenwucher und ein spätes Bundesliga-Debüt

Die Gastgeber begannen druckvoll und drängten Paderborn von Beginn an in die eigene Hälfte. Dabei stand ein 35-Jähriger unverhofft im Mittelpunkt: Torhüter Daniel Batz feierte sein Bundesliga-Debüt für die Borussia, da Stammkeeper Moritz Nicolas angeschlagen fehlte. Zunächst blieb Batz weitgehend beschäftigungslos, bewies aber in der 27. Minute seine Klasse, als er den ersten gefährlichen Abschluss des Paderborners Tom Baack reaktionsschnell parierte.

Auf der Gegenseite verpasste es die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin, sich für den hohen Aufwand zu belohnen. Besonders in den verbleibenden 20 Minuten der ersten Halbzeit erspielten sich die Gladbacher hochkarätige Möglichkeiten. Ein vermeintlicher Treffer von Joe Scally hielt einer Überprüfung durch den Video-Assistenten nicht stand, nachdem Wael Mohya zuvor im Mittelfeld den Ball erobert hatte.

Paderborn wehrt sich – Sander lobt Defensivarbeit

Nach dem Seitenwechsel zeigte die Elf von Gästecoach Ralf Kettemann ein verändertes Gesicht. In einer hochintensiven Begegnung neutralisierten sich beide Abwehrreihen zunehmend. In der Nachspielzeit kamen die Gäste sogar noch zu einer Möglichkeit, verpassten den späten Siegtreffer jedoch knapp. Der Aufsteiger festigt mit nun neun Punkten aus vier Auswärtsspielen seinen Platz im unteren Tabellenmittelfeld.

Gladbachs Kapitän Philipp Sander zog trotz des erneuten Rückschlags im eigenen Stadion etwas Positives aus der Nullnummer. „Zu Null ist uns in dieser Saison auch noch nicht gelungen, von daher ist das auf jeden Fall etwas, was wir sehr positiv sehen“, erklärte der Mittelfeldspieler. Er ärgerte sich zwar über die ungenutzten Chancen vor der Pause, wertete den Auftritt aber dennoch als Schritt in die richtige Richtung. Damit knüpfte das Team zumindest kämpferisch an die jüngsten Erfolge an, wie den Auswärtssieg beim VfB Stuttgart und das Weiterkommen im Pokal gegen Karlsruhe.

Tabellenkeller bleibt die bittere Realität

Für Borussia Mönchengladbach bleibt die sportliche Lage trotz der defensiven Stabilität angespannt. Mit lediglich vier Zählern rangiert der Traditionsklub weiterhin am Tabellenende der Bundesliga. Trainer Blessin hatte vor der Partie noch gefordert, dass sich sein Team über die Intensität definieren müsse – ein Vorhaben, das zumindest gegen den Ball konsequent umgesetzt wurde.

Der fehlende Ertrag vor dem gegnerischen Tor sorgt jedoch dafür, dass der Druck in den kommenden Wochen weiter wächst. Während Paderborn bereits das dritte Remis in der Fremde bejubelt, wartet Gladbach sehnsüchtig auf das erste echte Erfolgserlebnis vor den eigenen Fans.

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