Borussia Dortmund hat das Bundesliga-Topspiel am Samstagabend gegen Eintracht Frankfurt mit 1:0 für sich entschieden. Dank einer Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten sicherten sich die Schwarz-Gelben die drei Punkte. Trotz der ligaweit besten Defensive sieht Abwehr-Leitwolf Nico Schlotterbeck spürbaren Verbesserungsbedarf beim BVB. Vor allem die Chancenverwertung und Spielanlage der Offensive sorgten nach dem knappen Heimsieg für Diskussionsstoff.

„Wir sind schon sehr stabil“: BVB-Defensive auf Top-Niveau

Mit nur vier Gegentreffern nach den bisherigen absolvierten Partien des siebten Spieltags beendet der BVB das Wochenende mit der stärksten Defensive der Liga. Schlotterbeck lobte die momentane Abwehrstärke ausdrücklich: „Wir haben in sieben Spielen fünfmal zu null gespielt. Dann gab es diese sechs Minuten gegen Bremen“, erinnerte der 26-Jährige an das 2:2-Unentschieden nach einer 2:0-Führung. „Wenn wir die überstehen, sind es sogar sechs von sieben Spielen. Wir sind schon sehr stabil.“

Nach Angaben des Innenverteidigers funktioniere die defensive Abstimmung derzeit „unabhängig davon, wer hinten spielt“. Für den internationalen Fußball sei diese Stabilität bereits „sehr gut“. Während in der Hintermannschaft somit alles nach Plan läuft, hapert es bei den Kollegen im Angriff. So brachte die Dortmunder Offensive laut Statistik lediglich sechs von 34 geschlagenen Flanken erfolgreich an den Mann.

„Oft kopflos geflankt“: Schlotterbeck kritisiert Angreifer

Das späte Siegtor durch den eingewechselten Maximilian Beier entstand erst, als der BVB von diesem Muster abwich. „Wir haben oft kopflos geflankt, aber in dieser Situation den besser postierten Spieler gesucht“, umriss Schlotterbeck die Entstehung des Treffers. Dem Tor ging ein Zuspiel zu Ramy Bensebaini und ein guter Tiefenlauf von Jobe Bellingham voraus. Beier vollendete schließlich ins lange Eck.

„Dieser Schuss ins lange Eck ist sein Spezialschuss“, hob Schlotterbeck die Qualitäten des Jokers hervor. Man habe in dieser Szene um den Sechzehner herumgespielt, anstatt den Ball einfach in die Mitte zu schlagen. SGE-Keeper Noah Atobolu, der laut Schlotterbeck zuvor „gut gehalten“ habe, war bei diesem Abschluss chancenlos. Fast hätte der BVB zuvor schon jubeln können, doch Serhou Guirassy scheiterte in der 53. Minute nach einer Ecke von Joey Veerman haarscharf am Aluminium.

Torflaute als Risiko: Konkurrenz enteilt den Dortmundern

Mit nur zwölf erzielten Toren nach sieben Spieltagen lässt die Angriffsreihe der Dortmunder weiterhin die gewünschte Durchschlagskraft vermissen. Derzeit weisen bereits sieben Konkurrenten eine bessere Ausbeute auf. Angeführt wird die Statistik vom FC Bayern München mit 22 Treffern, gefolgt von Teams wie Bayer Leverkusen (16) und dem SC Freiburg (15).

Vor allem die Werkself aus Leverkusen könnte diese Distanz am Sonntag weiter vergrößern. Dann fordert der amtierende Meister die TSG Hoffenheim heraus, die mit aktuell elf Toren in direkter Schlagdistanz zum BVB liegt. Um langfristig oben dranzubleiben, wird die Dortmunder Offensive in den kommenden Wochen deutlich effizienter auftreten müssen.

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