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Eddie Howe steht kurz davor, sein Amt als Cheftrainer bei Newcastle United überraschend niederzulegen. Wie das Portal The Athletic und Transferexperte Fabrizio Romano übereinstimmend berichten, hat der Engländer den Klub um eine sofortige Auszeit vom Fußball gebeten. Nur drei Wochen vor dem Start der neuen Premier-League-Saison bahnt sich bereits eine spektakuläre Nachfolge an: Matthias Jaissle, derzeit beim saudischen Erstligisten Al-Ahli SFC tätig, soll die Geschicke der Nordengländer übernehmen.

Der PIF-Faktor ebnet den Weg für Jaissle

Dass die Verhandlungen mit dem deutschen Cheftrainer bereits weit fortgeschritten sind, ist kein Zufall. Sowohl Newcastle als auch Al-Ahli stehen mehrheitlich unter der Kontrolle des saudischen Staatsfonds (PIF). Dies erleichtert einen Transfer des ehemaligen Salzburger Meistermachers erheblich, obwohl sein Vertrag im Nahen Osten eigentlich noch bis 2027 datiert ist. Mit dem 36-Jährigen holen sich die Engländer einen echten Erfolgsgaranten: Mit dem Klub aus Dschidda triumphierte er 2025 und 2026 zweimal in Serie in der AFC Champions League. Er wäre der achte deutsche Teammanager in der Geschichte der Premier League.

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Howes Vermächtnis und die finanzielle Zwickmühle

Mit Eddie Howe verlässt ein Übungsleiter den St. James‘ Park, der eine prägende Ära hinterlässt. Nach seiner Amtsübernahme im November 2021 führte er den Traditionsklub 2023 zurück in die europäische Königsklasse und bescherte den Fans 2025 mit dem Gewinn des EFL Cups den ersten nationalen Titel seit 70 Jahren. In 231 Pflichtspielen stand er an der Seitenlinie – nur Klub-Legende Sir Bobby Robson wies in der jüngeren Geschichte eine noch längere Amtszeit auf.

Dennoch war die jüngste Vergangenheit der Magpies von gewaltigen sportlichen und wirtschaftlichen Hürden geprägt. Nach einem enttäuschenden zwölften Tabellenplatz in der Spielzeit 2025/26 verpasste das Team das internationale Geschäft. Zudem machten die strengen Finanzregeln der UEFA und der Liga den Verantwortlichen schwer zu schaffen. Eine Geldstrafe von sechs Millionen Euro wegen zu hoher Kaderkosten zwang den Klub unlängst zum Handeln.

Um weitere Sanktionen zu vermeiden und das extreme Transferminus auszugleichen, musste der Verein sein Tafelsilber opfern. Absolute Leistungsträger wie Alexander Isak (für 145 Millionen Euro zum FC Liverpool), Sandro Tonali (108 Millionen Euro, Tottenham) und Anthony Gordon (80 Millionen Euro, FC Barcelona) wurden in den vergangenen zwei Jahren abgegeben. Es wird nun die anspruchsvolle Aufgabe von Matthias Jaissle sein, aus dem verbliebenen Kader eine neue, schlagkräftige Einheit zu formen.

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