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Ein Testspiel zwischen dem Zweitliga-Aufsteiger FC Energie Cottbus und dem Regionalligisten Hallescher FC in Finsterwalde hat ein unrühmliches Ende gefunden. Wegen rassistischer Beleidigungen gegen den Cottbuser Spieler King Manu wurde die über zwei Stunden angesetzte Vorbereitungspartie in der 102. Spielminute vorzeitig abgebrochen.

Polizeieinsatz nach rassistischen Rufen

Der Eklat ereignete sich in der späten Phase des Härtetests. Anhänger des Halleschen FC fielen im Zuschauerbereich durch Affenlaute und gezielte verbale Attacken gegenüber Energie-Profi King Manu auf. Der betroffene Spieler ließ diese Entgleisungen nicht unkommentiert und wehrte sich auf dem Rasen lautstark gegen die Anfeindungen. Die sofort einschreitende Polizei konnte zwei HFC-Anhänger im Stadion ausfindig machen und führte diese umgehend ab. Angesichts der aufgeheizten Stimmung entschieden die Veranstalter schließlich, das Spiel aus Sicherheitsgründen nicht mehr fortzusetzen.

Gemeinsames Statement und sportlicher Kontext

Beide Fußballklubs reagierten prompt auf den Vorfall. In einer gemeinsamen Erklärung positionierten sich der Lausitzer Zweitligist und der Viertligist aus Sachsen-Anhalt unmissverständlich: Für Rassismus und Diskriminierung gebe es in beiden Vereinen absolut keinen Platz, weder auf dem Spielfeld noch auf den Rängen.

Sportlich geriet das Geschehen in den Hintergrund. Zum Zeitpunkt des Abbruchs hatte Energie Cottbus in einer hitzig geführten Partie vor 3.016 Zuschauern mit 2:0 geführt. Moritz Hannemann (55.) und Yusuf Wardak (62.) hatten die Treffer für den Favoriten erzielt. Unmittelbar nach den Vorkommnissen hakte die Mannschaft von Energie Cottbus den Test ab und reiste planmäßig in ihr Trainingslager ins österreichische Oberndorf in Tirol, um die Vorbereitung auf die anstehende Zweitliga-Saison fortzuführen.

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