Die englische Nationalmannschaft steht nach einem 3:0-Erfolg gegen Tschechien so gut wie sicher im Viertelfinale der Nations League. Überschattet wurde der Sieg von einem historischen Meilenstein: Harry Kane absolvierte sein 125. Länderspiel und stellte damit einen 36 Jahre alten Rekord ein.

Das Team von Nationaltrainer Thomas Tuchel dominierte die Partie von Beginn an und festigte in der Gruppe den zweiten Tabellenplatz hinter Spanien. England hat nun sechs Punkte Vorsprung auf Verfolger Kroatien. Da die „Three Lions“ das Hinspiel gegen Kroatien mit 7:0 deklassierten, wird der direkte Vergleich bei möglicher Punktgleichheit den Ausschlag für das Tuchel-Team geben.

Doppelpack und Eigentor ebnen den Weg

Den Führungstreffer steuerte in der ersten Halbzeit allerdings ein Gegenspieler bei. Vladimír Coufal von der TSG Hoffenheim lenkte eine Hereingabe von Kane in der 27. Minute ohne Not in das eigene Netz. Im Anschluss übernahm der Kapitän selbst die Verantwortung und sorgte für klare Verhältnisse. Kane traf in der 40. und 57. Minute zum 3:0-Endstand und schnürte damit einen souveränen Doppelpack.

„Für mich persönlich und auch für die Mannschaft war es der perfekte Abend“, erklärte Kane nach dem Spiel am Mikrofon des britischen Senders „ITV“. Der Angreifer zeigte sich begeistert von der Leistung seiner Mitspieler und betonte: „Man hat heute dort draußen fantastischen Fußball von England gesehen. Es ist ganz sicher ein Abend, auf den man stolz sein kann.“

Auf einer Stufe mit Torwart-Legende Peter Shilton

Mit seinem Einsatz schrieb Kane englische Fußballgeschichte. Durch sein 125. Länderspiel zog er mit der Torwart-Legende Peter Shilton gleich. Dessen letzter Auftritt für die Nationalmannschaft liegt mittlerweile 36 Jahre zurück. Bereits vor dem Anpfiff gegen Tschechien war Kane mit 89 Treffern der unangefochtene Rekordtorschütze seines Landes.

Mit dem so gut wie sicheren Viertelfinal-Ticket im Rücken können Tuchel und sein Kader bereits für die K.o.-Phase planen. Für Harry Kane bietet sich in den kommenden Partien zudem die Möglichkeit, Shilton endgültig hinter sich zu lassen und zum alleinigen englischen Rekordnationalspieler aufzusteigen.

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