Der FC Bayern München ist nach einem 2:0-Sieg bei Atletico Madrid wieder auf Erfolgskurs. Stürmer Harry Kane blieb in der spanischen Hauptstadt jedoch erneut ohne eigenen Treffer. Mats Hummels macht für diese Entwicklung eine veränderte Spielweise des Engländers verantwortlich.

Zu viel Mittelfeld: Hummels fordert Kane im Strafraum

In seiner Funktion als Experte für „Prime Video“ äußerte sich der Weltmeister von 2014 detailliert zur aktuellen Rolle des Bayern-Angreifers. Hummels bemängelte, dass Kane momentan zu wenig sein klassisches Mittelstürmerspiel aufziehe. Der ehemalige Nationalspieler betonte, dass er den Stürmer wieder häufiger im Strafraum sehen wolle, da er dort in den vergangenen Wochen deutlich mehr Torchancen gehabt hätte.

Zwar lobte Hummels die fußballerischen Qualitäten des 31-Jährigen im Spielaufbau und räumte ein, dass Kane diese Aufgabe wie kaum ein anderer beherrsche. Dennoch wünscht sich der langjährige Bundesligaprofi den Abschlussspieler wieder näher vor dem gegnerischen Tor. Mit einem Augenzwinkern fügte Hummels hinzu, dass er diese Forderung auch stelle, weil ihm Kane im Managerspiel Kickbase zuletzt zu wenige Punkte eingebracht habe.

Zahlen belegen die neue Rolle des Engländers

Ein Blick auf die bisherige Saisonstatistik stützt die Beobachtungen des Experten. In den ersten acht Bundesligaspielen erzielte der Torjäger vier Treffer, bereitete aber bereits sechs weitere Tore vor. Zum Vergleich: In der kompletten vergangenen Spielzeit verbuchte Kane für die Münchner insgesamt 36 Tore und lieferte lediglich fünf Vorlagen. Diese Verschiebung von einem reinen Vollstrecker zu einem Vorbereiter ist auf dem Platz deutlich erkennbar.

Bereits am vergangenen Samstag im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund zeigte sich laut Hummels ein fehlendes Selbstverständnis im Abschluss. In dieser Partie verschoss Kane zunächst einen Elfmeter und traf später aus kurzer Distanz nur den Pfosten. Für den deutschen Rekordmeister wird es in den kommenden Wochen eine zentrale Aufgabe sein, die Balance zwischen Kanes starken Spielmacher-Fähigkeiten und seiner nötigen Präsenz im gegnerischen Strafraum zu finden.

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