Beim FC Barcelona bahnt sich ein namhafter Abgang in der nahenden Winter-Transferperiode an. Der 23-jährige Linksverteidiger Alejandro Balde plant offenbar seinen Abschied vom spanischen Topklub, nachdem er unter Cheftrainer Hansi Flick seinen Stammplatz verloren hat. Ausschlaggebend für die Wechselgedanken ist eine deutliche öffentliche Kritik des deutschen Coaches an dem Eigengewächs der Katalanen.

Öffentliche Rüge von Trainer Hansi Flick

Der WM-Teilnehmer von 2022 kommt in der laufenden Saison unter seinem neuen Trainer kaum noch zum Zug. Bislang reichte es für den Defensivmann in der Liga und der Champions League lediglich zu vier Einwechslungen als Joker. Während der Klub unter Flick sportliche Erfolge feiert, sorgt die Reservistenrolle bei dem Spanier zunehmend für Unzufriedenheit. Wie die Sportzeitung „Mundo Deportivo“ berichtet, wirft der Trainer seinem Schützling intern vor allem mangelnde Konzentration und Schwächen im Lesen des Spiels vor.

Erst vor wenigen Tagen hatte Flick diese sportliche Einschätzung auch öffentlich gemacht. Der Coach erklärte unmissverständlich: „Balde hat in seinem Spiel im Moment nicht das Selbstbewusstsein und die Überzeugung, die er braucht. Und Abwehrspieler sind sehr wichtig.“ Zwar schob der Übungsleiter hinterher, dass sich der 23-Jährige im Training vorbildlich verhalte, doch diese versöhnlichen Worte verfehlten laut spanischen Medienberichten ihre Wirkung beim Spieler.

Ablösesumme auf 40 Millionen Euro festgelegt

Der Umgang des Trainers mit der Personalie hat das Verhältnis zwischen den beiden offenbar nachhaltig beschädigt. Dem Vernehmen nach ist der Linksverteidiger verärgert über die Aussagen und wirft Flick eine mangelhafte Kommunikation vor. Obwohl das Eigengewächs seinen Jugendverein ursprünglich auf keinen Fall verlassen wollte, setzt er sich nun notgedrungen mit einem Transfer im Winter auseinander.

Die Vereinsführung der Katalanen scheint einem Wechselgesuch nicht im Weg zu stehen und bereitet sich bereits auf einen Abgang vor. Nach Informationen der Zeitung „Sport“ präferiert der Klub entweder einen festen Verkauf im Januar oder ein Leihgeschäft, das an eine zwingende Kaufpflicht gekoppelt ist. Die finanzielle Schmerzgrenze für den Defensivspezialisten ist demnach klar definiert: Der FC Barcelona ruft für einen Deal eine Mindestablöse von 40 Millionen Euro auf.

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