Der FC Barcelona hat nach der jüngsten Niederlage im Clásico eine eindrucksvolle Reaktion gezeigt und Deportivo Alavés mit 6:1 (4:0) abgefertigt. Vor heimischer Kulisse überrollte die Offensive der Katalanen den Gegner bereits in der ersten Halbzeit. Für Trainer Hansi Flick markierte das Schützenfest am Wochenende zugleich einen historischen persönlichen Meilenstein auf der Bank des Tabellenführers.

Verletzungssorgen stoppen Barcelonas Offensive nicht

Der Frust saß tief beim amtierenden Meister. Erst die 2:4-Pleite in der Champions League gegen Paris Saint-Germain, dann die 1:2-Niederlage gegen Real Madrid. Gegen Alavés musste Hansi Flick zudem in der Abwehr improvisieren: Frenkie de Jong half als Innenverteidiger aus, während Mittelfeldtalent Brian Fariñas auf der rechten Seite sein Profi-Debüt feierte. Doch die personellen Engpässe in der Defensive fielen dank einer überragenden Angriffsreihe nicht ins Gewicht.

Bereits in der ersten Halbzeit sorgten Raphinha (8., 41. Minute), Fermín López (23.) und Lamine Yamal (45.+1) fast im Alleingang für klare Verhältnisse. Yamal steuerte nach der Pause noch einen weiteren Treffer bei (64.), bevor der eingewechselte Anthony Gordon (81.) das halbe Dutzend voll machte. Bei den Gästen blieb Ex-BVB-Profi Karim Adeyemi über die vollen 90 Minuten ohne Torbeteiligung, lediglich Mariano Díaz (84.) gelang kurz vor dem Abpfiff der Ehrentreffer.

Historische Torquote und ein Jubiläum für Hansi Flick

Mit dem Heimerfolg behauptet Barça seine Spitzenposition in der Liga. Aktuell stehen die Katalanen bei 30 Punkten aus elf Spielen und halten damit Atlético Madrid, das zuvor am Samstag mit 2:0 (1:0) bei UD Levante gewonnen hatte, auf zwei Zählern Abstand. Bemerkenswert ist vor allem die Torausbeute: 46 Tore nach elf Spieltagen schaffte in Spaniens Oberhaus zuletzt Athletic Bilbao in der Saison 1930/31 mit damals 49 Treffern.

Neben der historischen Offensive gab es an der Seitenlinie Grund zur Freude. Für den 61-jährigen Flick war es der 100. Pflichtspielsieg als Cheftrainer des FC Barcelona – und das in nur 131 Partien. Einzig Luis Enrique erreichte diese Marke mit 126 Spielen noch schneller. Der ehemalige Bundestrainer gab sich nach dem Schlusspfiff demütig:

„Ich denke normalerweise nicht über die Vergangenheit nach. Ich freue mich natürlich sehr über die hundert Siege. Wir hatten gehofft, 100 Spiele mit Barcelona zu bestreiten, und nun sind es 100 Siege.“

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