Der 265. Clásico steht vor der Tür. Am 25. Oktober um 21 Uhr empfängt der FC Barcelona den Erzrivalen Real Madrid im heimischen Camp Nou. Mit einem Sieg können die Katalanen ihren Vorsprung an der Tabellenspitze massiv ausbauen.

Aktuell trennen die beiden Top-Klubs sechs Zähler in LaLiga. Während Real Madrid bereits zwei Auswärtsniederlagen hinnehmen musste, surft das Team von Cheftrainer Hansi Flick auf einer Erfolgswelle. Der FC Barcelona gewann elf seiner zwölf bisherigen Saisonspiele.

Flicks Offensive dominiert in Spanien

Die Basis für diesen Lauf ist eine funktionierende Angriffsreihe. Laut Informationen des Portals Transfermarkt erzielte die Offensive um Raphinha, Lamine Yamal, Fermín López und Karim Adeyemi gegen die meisten Gegner im Schnitt 4,6 Tore. Lediglich Athletic Bilbao und Paris Saint-Germain kamen mit zwei Gegentreffern glimpflicher davon. Die generelle Formstärke der Katalanen zeigt sich trotz der 2:4-Niederlage gegen PSG auch über die Landesgrenzen hinaus.

Ein Erfolg am Freitagabend wäre für Hansi Flick bereits der siebte Sieg in seinem achten Clásico als Barça-Trainer. Der Vorsprung auf Real Madrid würde auf komfortable neun Punkte anwachsen.

Laporta kritisiert Madrids Transferstrategie

Diese sportliche Ausgangslage nutzte Barcelona-Präsident Joan Laporta für eine verbale Attacke in der französischen Zeitung „L’Équipe“. Er warf dem Rivalen aus der Hauptstadt vor, einen falschen Weg eingeschlagen und sportlich sowie institutionell an Glaubwürdigkeit verloren zu haben.

„Real Madrid hat das Scheckbuch gezückt und viel Geld für zahlreiche sehr teure Spieler ausgegeben, die nicht die erhofften Ergebnisse liefern. Mehr als einen Hahn in einem Hühnerstall zu haben, kann niemals funktionieren.“

Damit zielte Laporta direkt auf den großen Kader und die Verpflichtung von Kylian Mbappé ab, der im Sommer 2024 nach Madrid wechselte. Seit diesem Transfer blieb Real Madrid ohne Titelgewinn. Der FC Barcelona feierte im selben Zeitraum zwei Meisterschaften und den spanischen Pokal. Laporta betonte die eigene Ausrichtung, in der Talente aus der Jugendakademie La Masia durch Sportdirektor Deco und Trainer Flick gezielt mit externen Spielern zu einer echten Mannschaft geformt werden.

Die nackten Zahlen unterstreichen die unterschiedlichen Herangehensweisen. Seit Laportas Amtsantritt im März 2021 gab der FC Barcelona rund 540 Millionen Euro für neue Spieler aus und verzeichnete ein moderates Transferminus von 86 Millionen Euro. Real Madrid investierte in der gleichen Zeit 714 Millionen Euro und häufte ein Defizit von 342 Millionen Euro an.

Torreiches Spektakel im Camp Nou erwartet

Ein Blick auf die jüngere Vergangenheit verspricht für den Freitagabend ein sehr offensives Aufeinandertreffen. In den vergangenen 20 Duellen fielen durchschnittlich 4,2 Treffer pro Partie. Beide Teams konnten jeweils exakt zehn dieser Spiele für sich entscheiden.

Ein Unentschieden gab es seit 21 Begegnungen nicht mehr. Das letzte Remis war ein 0:0 im Camp Nou und liegt fast 24 Jahre zurück. Fußballfans können das kommende Duell live im TV und Stream verfolgen. Der Streaming-Dienst DAZN überträgt den Clásico exklusiv.

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