Der FC Bayern München nimmt durch den Verkauf von Anteilen an die Viessmann Generations Group rund 250 Millionen Euro ein. Der deutsche Rekordmeister plant, die frischen Mittel aus dem in dieser Woche abgeschlossenen Deal gezielt für neue Projekte und den laufenden Cashflow zu nutzen.

Keine Investitionen in bestehende Großprojekte

Nach Angaben der „Bild“ verteilt die Führungsebene der Münchner den Geldregen auf mehrere neue Vorhaben. Große Bauprojekte wie das Stadion in Unterhaching oder das neue Performance Center benötigen die frischen Millionen demnach nicht. Der Verein hat diese Investitionen bereits vollständig aus bestehenden Mitteln gedeckt.

Präsident Herbert Hainer stellt klar, dass der Rekordmeister den Anteilsverkauf aus einer Position der Stärke heraus verhandelt hat. Es habe keine zwingende Notwendigkeit gegeben. „Es war dabei von Vorteil, dass wir nicht in Not waren und nicht unbedingt verkaufen mussten“, erklärte der Klub-Boss. Das primäre Ziel der Transaktion sei die Absicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und der langfristigen Eigenständigkeit des Vereins.

Neue Machtverhältnisse im Kontrollgremium

Die Vereinsspitze besiegelte den Deal am Donnerstag in großer Runde an der Säbener Straße. Neben Hainer waren auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Vize-Präsident Dieter Mayer vor Ort. Die Viessmann Generations Group erwarb fünf Prozent der Anteile der FC Bayern München AG. Da der Einstieg über eine Kapitalerhöhung lief, liegt der rechnerische Wert der Beteiligung bei knapp 6,7 Prozent.

Dieser Schritt verändert die Verteilung unter den Gesellschaftern. Die bisherigen Anteilseigner Adidas, Allianz und Audi halten nun jeweils knapp 7,8 Prozent. Insgesamt besitzen die vier Minderheitsaktionäre exakt die erlaubten 30 Prozent der Anteile, während der FC Bayern e.V. weiterhin die restlichen 70 Prozent kontrolliert.

Max Viessmann zieht im Zuge der Partnerschaft in den Aufsichtsrat der Münchner ein. Der CEO sieht sein Familienunternehmen als langfristigen Partner. Die Mischung aus sportlichem Erfolg, finanzieller Disziplin und institutioneller Stabilität sei für das Investment ausschlaggebend gewesen.

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