Rund zweieinhalb Monate vor Vertragsende ist die sportliche Zukunft von Manuel Neuer beim FC Bayern München weiterhin ungeklärt. Wie die Führungsriege um Max Eberl und Christoph Freund nach dem dramatischen Einzug ins Champions-League-Halbfinale bestätigte, liegt die finale Entscheidung über eine weitere Saison beim deutschen Rekordmeister allein beim erfahrenen Torhüter.

FC Bayern wünscht sich Verlängerung – Ball liegt beim Kapitän

Trotz eines frühen Fehlers, der im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid zu einem Blitzrückstand führte, buchte der FC Bayern München nach einem spektakulären 4:3-Sieg das Ticket für das Halbfinale der Königsklasse. Im Nachgang der Partie äußerte sich Sportvorstand Max Eberl zur viel diskutierten Vertragssituation seiner etatmäßigen Nummer eins. Aktuell liege vonseiten des Vereins noch kein offizielles Angebot vor, betonte Eberl. Dennoch herrscht an der Säbener Straße der klare Wunsch, mindestens ein weiteres Jahr auf den Weltmeister von 2014 zu setzen.

Die Bedingungen für eine weitere Zusammenarbeit machte der Kaderplaner dabei deutlich: Körperliche Fitness, geistige Frische und die Motivation für eine weitere Spielzeit müsse der Routinier signalisieren. Sollten diese Voraussetzungen erfüllt sein und keine utopischen Gehaltsforderungen im Raum stehen, von denen Eberl ohnehin nicht ausgeht, stehe einer Einigung nichts im Wege.

Entscheidung über die Karriere steht kurz bevor

Der Schlussmann selbst zeigte sich auf der Pressekonferenz im Vorfeld des Madrid-Spiels selbstkritisch hinsichtlich seines Patzers, kündigte aber gleichzeitig an, zeitnah eine Entscheidung über seine Laufbahn treffen zu wollen. Er habe sich persönlich noch nicht festgelegt, werde sich aber bald ein Herz fassen und das Gespräch mit dem Verein suchen.

Unterstützung erhält der langjährige Rückhalt dabei von Sportdirektor Christoph Freund, der die Situation überaus gelassen bewertet. Die Münchner schätzen die Qualitäten ihres Kapitäns, der laut Freund derzeit fit sei und starke Leistungen zeige, nicht nur sportlich, sondern auch als absoluten Leader in der Kabine. Da der Verein auf der Torhüterposition insgesamt hervorragend aufgestellt sei, könne man die anstehenden Gespräche völlig entspannt angehen. Nun liegt es an der Vereinslegende, ob die Torwarthandschuhe endgültig an den Nagel gehängt werden oder eine weitere Spielzeit im Bayern-Tor folgt.

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