Beim FC Bayern München zeichnet sich der Abschied einer der wichtigsten Leistungsträgerinnen ab. Die deutsche Nationalspielerin Klara Bühl tendiert nach Informationen der „Sport Bild“ dazu, den amtierenden Meister im kommenden Sommer zu verlassen. Da der Vertrag der 25 Jahre alten Offensivspielerin ausläuft, würde dem Verein bei einem Wechsel ins europäische Ausland keine Ablösesumme winken.

Top-Klubs locken mit verdoppeltem Gehalt

An prominenten Interessenten mangelt es der gebürtigen Fränkin offenbar nicht. Der FC Barcelona wird bereits seit Monaten als heißer Kandidat gehandelt und soll sich im Werben um die Angreiferin in der Favoritenrolle befinden. Neben den Katalanen buhlen dem Bericht zufolge auch Olympique Lyon sowie die englischen Vereine FC Arsenal, FC Chelsea, Manchester City und die London City Lionesses um eine Verpflichtung.

Ein Wechsel wäre für die Nationalspielerin auch finanziell ein massiver Sprung. Derzeit rangiert Bühl mit einem geschätzten Jahresgehalt von rund 300.000 Euro an der Spitze der Gehaltsliste des FC Bayern München. In Spanien, England oder Frankreich winken ihr laut den aktuellen Medienberichten Bezüge, die dieses Salär verdoppeln würden.

Fehlende Deadline und Sorge um die Champions League

Trotz der Gerüchte betonte die Spielerin selbst Anfang Oktober im „ZDF“, dass ihre Zukunftsplanung noch nicht final abgeschlossen sei. „Alles ist offen. Ich kann mir alles vorstellen“, erklärte die Offensivkraft und ergänzte, dass sie sich in München sehr wohlfühle. Eine feste Frist für ihre Entscheidung lehnte sie ab. Genau diese Unsicherheit bereitet der Münchner Chefetage Kopfzerbrechen. Frauenfußball-Direktorin Bianca Rech wünscht sich nach Angaben des Vereins Klarheit bis zum Jahresende.

Ein Abgang wäre für die internationalen Ambitionen der Münchnerinnen ein enormer Rückschlag. Die ehemalige Olympiasiegerin Anja Mittag betonte zuletzt in einer „kicker“-Kolumne die Bedeutung der 25-Jährigen. Sie bezeichnete sie als Unterschiedsspielerin, die essenziell sei, um den ersehnten Titel in der Champions League anzugreifen. Eine Vertragsverlängerung schätzt Mittag jedoch als sehr schwer ein. Für den FC Bayern tickt nun unweigerlich die Uhr.

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