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Der FC Bayern München bemüht sich in der heiklen Personalie Alphonso Davies um Schadensbegrenzung. Nach einer erneuten Verletzung des Linksverteidigers kurz vor dem Saisonfinale setzt Sportvorstand Max Eberl auf eine offene Kommunikation mit dem kanadischen Verband, um einen weiteren Konflikt zu verhindern.

Oberschenkelverletzung gefährdet WM-Teilnahme

Die bittere Diagnose traf den deutschen Rekordmeister kurz vor dem Ende der Spielzeit: Alphonso Davies hat sich nach seinem Kreuzbandriss im März 2025 nun auch noch den Oberschenkel verletzt. Die medizinische Abteilung der Münchner rechnet laut übereinstimmenden Medienberichten mit einer Ausfallzeit von rund sechs Wochen. Diese Prognose würde das definitive Aus für die anstehende Weltmeisterschaft bedeuten. Der kanadische Fußballverband hegt hingegen noch die Hoffnung auf eine deutlich schnellere Genesung und plant weiterhin mit seinem Superstar für das Turnier.

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Max Eberl sucht den Dialog mit Kanada

Um die stark voneinander abweichenden Standpunkte zu vereinen, trat Max Eberl am Freitag auf der Spieltags-Pressekonferenz als Schlichter auf. Der Sportvorstand betonte, man wolle gemeinsam mit dem Spieler und den kanadischen Verantwortlichen den besten Weg finden. Man werde gemeinschaftlich alles tun, damit der pfeilschnelle Außenverteidiger eine Chance auf die Endrunde hat. Eberl stellte jedoch unmissverständlich klar, dass die absolute Grundvoraussetzung die vollständige Genesung des 23-Jährigen sei.

Vorgeschichte: Heftiger Streit nach Kreuzbandriss

Die aktuelle Vorsicht der Bayern-Führungsebene kommt nicht von ungefähr. Die schwere Knieverletzung aus dem vergangenen März hatte zu massiven Spannungen zwischen dem Bundesligisten und der Canadian Soccer Association geführt. Die Kanadier hatten den bereits angeschlagenen Abwehrspieler im unbedeutenden Spiel um Platz drei der CONCACAF-Nations-League gegen die USA eingesetzt und anschließend eine unzutreffende Entwarnung gegeben. Die tatsächliche Schwere der Verletzung wurde erst nach der Rückkehr in München diagnostiziert. Damals hatte Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen dem Verband wegen dieses Vorgehens sogar offen mit juristischen Schritten gedroht.

Für Co-Gastgeber Kanada drängt nun die Zeit. Das Auftaktspiel bestreitet die Nationalmannschaft bereits am 12. Juni gegen Bosnien-Herzegowina. In der Gruppenphase warten anschließend noch die Partien gegen Katar (19. Juni) und die Schweiz (24. Juni). Ob der Star-Spieler sein Land auf den Rasen führen kann, bleibt ein Wettlauf gegen die Uhr.

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