DFL beklagt 15 Milliarden Euro Investitionslücke in der Bundesliga
DFL-Geschäftsführer Marc Lenz warnt vor einem massiven Rückstand der Bundesliga im Kampf um internationale Top-Stars.
Der türkische Traditionsklub Fenerbahce Istanbul arbeitet mit Nachdruck an einer Rückkehr von Min-jae Kim. Am Donnerstag reiste der Berater des südkoreanischen Innenverteidigers in die türkische Metropole, um erste Transfergespräche zu führen. Ein Abschied des 29-Jährigen vom FC Bayern München rückt damit wieder in den Bereich des Möglichen, nachdem der Abwehrspieler in der entscheidenden Saisonphase seinen Stammplatz verloren hatte.
Die Bemühungen von Fenerbahce werden im Umfeld des Vereins als äußerst ernsthaft eingestuft. Der Ex-Klub des Verteidigers bekommt im Werben um den 77-fachen Nationalspieler jedoch prominente Konkurrenz. Neben den Istanbuler Stadtrivalen Galatasaray und Besiktas sollen in den vergangenen Wochen auch europäische Schwergewichte wie der FC Chelsea, Juventus Turin und die AC Mailand ihre Fühler ausgestreckt haben. Für Kim wäre ein Wechsel an den Bosporus eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte: Bereits vor seinem Durchbruch beim italienischen Meister SSC Neapel schnürte der robuste Rechtsfuß die Schuhe für das Team aus Kadıköy.
Die sportliche Situation des Verteidigers an der Säbener Straße ist komplex. Zwar stand der Südkoreaner in der Bundesliga-Rückrunde häufiger in der Startelf, doch in der Champions League vertraute der Trainerstab in den wichtigen K.o.-Spielen auf andere Kräfte. Dies spiegelte sich zuletzt auch in der Bewertung des Spielers wider: Kims einstiger Höchstmarktwert von 60 Millionen Euro ist nach vier Abwertungen in Folge auf mittlerweile 25 Millionen Euro gesunken.
Für den deutschen Rekordmeister könnte ein Transfer durchaus wirtschaftlichen Reiz entfalten. Im Sommer 2023 überwiesen die Münchner noch stolze 50 Millionen Euro nach Neapel. Angesichts eines kolportierten Jahresgehalts von rund 17 Millionen Euro gehört der Innenverteidiger, der vertraglich noch bis 2028 gebunden ist, zu den absoluten Top-Verdienern im Kader. Ein Verkauf würde wertvollen Spielraum auf der Gehaltsliste schaffen. Fraglich bleibt, ob der Spieler selbst den Wechsel forciert: Zuletzt hatte der Ex-Neapolitaner betont, sich in München sehr wohlzufühlen und keinen sportlichen oder wirtschaftlichen Grund für einen baldigen Abschied zu sehen.
DFL-Geschäftsführer Marc Lenz warnt vor einem massiven Rückstand der Bundesliga im Kampf um internationale Top-Stars.
Nach starken Leistungen droht dem VfB Stuttgart ein massiver Umbruch, da Top-Stars wie Stiller europaweit begehrt sind.
Min-Jae Kim steht beim FC Bayern München vor dem Absprung und weckt starkes Interesse des italienischen Topklubs Juventus.