Die erste Klub-Weltmeisterschaft der Frauen findet in den Vereinigten Staaten statt. Der Fußball-Weltverband FIFA gab am Donnerstag nach einem Beschluss des Ratsausschusses bekannt, dass die Premiere des Turniers vom 5. bis 30. Januar 2028 in den USA ausgetragen wird. Insgesamt 16 Mannschaften kämpfen dann um den neuen Titel.

Erfahrung und Infrastruktur geben den Ausschlag

Die Entscheidung für Nordamerika hatte sich bereits abgezeichnet. Zwar berichteten Medien zuletzt über ein potenzielles Interesse aus Katar, doch die FIFA wählte letztlich die bewährte amerikanische Option. Ausschlaggebend für den Zuschlag waren laut Verbandsangaben die große Erfahrung der USA mit der Organisation von Turnieren, die hervorragende Infrastruktur sowie das anhaltende Interesse verschiedener lokaler Akteure am Frauenfußball.

Der ungewöhnliche Termin im Januar resultiert aus einem dicht gedrängten Sportkalender. Ein Turnier im europäischen Sommer 2028 war keine Option, da in den USA vom 14. bis 30. Juli bereits die Olympischen Spiele in Los Angeles stattfinden. Den genauen Zeitraum und die Teilnehmerzahl hatte die FIFA bereits im Dezember 2025 festgelegt.

Europa sichert sich mindestens fünf Startplätze

Die qualifizierten Mannschaften müssen sich über einen Zeitraum von vier Jahren für die Endrunde beweisen. Die entsprechende Qualifikationsphase läuft bereits seit 2024 und endet 2027. Maßgeblich für das Ticket in die USA sind die sportlichen Ergebnisse im jeweils höchsten Klubwettbewerb der kontinentalen Konföderationen.

Die Verteilung der Startplätze steht indes schon fest. Europäische Vereine stellen sicher fünf der 16 Teilnehmer. Auch Spitzenmannschaften aus der Frauen-Bundesliga dürfen sich somit berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme machen. Über sogenannte Play-ins kann sich zudem noch eine sechste europäische Mannschaft für die Endrunde qualifizieren.

USA bleiben der Fixpunkt für FIFA-Turniere

Mit der aktuellen Vergabe setzt sich ein unverkennbarer Trend fort: Die USA sichern sich derzeit fast jedes bedeutende Fußball-Ereignis. Bereits im Sommer 2025 fand dort die auf 32 Teams aufgestockte Klub-WM der Männer statt, ehe die Vereinigten Staaten ein Jahr später als Hauptgastgeber der Männer-Weltmeisterschaft 2026 fungierten.

In diesem Zusammenhang steht die enge Verbindung zwischen FIFA-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump immer wieder im Fokus. Die Verleihung des ersten FIFA-Friedenspreises an Trump sorgte für laute Kritik, die den Verband bis heute beschäftigt. Vor allem europäische Funktionäre betrachten Infantino inzwischen kritisch, nachdem sein umstrittener Investorenplan für das WM-Turnier endgültig gekippt wurde.

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