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Der Hamburger SV steht vor einem lukrativen Geldregen. Flügelspieler Fábio Baldé verlässt die Hanseaten mit sofortiger Wirkung und schließt sich dem französischen Erstligisten RC Straßburg Alsace an. Für das Eigengewächs streicht der Klub rund sieben Millionen Euro plus mögliche Boni ein.

Höchste Transfereinnahme seit Amadou Onana

Mit dem bevorstehenden Wechsel nach Frankreich erzielt der Traditionsverein die höchsten Transfererlöse seit fünf Jahren. Zuletzt brachte der Abgang des Belgiers Amadou Onana im Jahr 2021 eine vergleichbare Summe in die Kassen. Der 21-jährige Baldé, der sich bereits auf dem Weg zu seinem neuen Arbeitgeber in die Ligue 1 befindet, soll bei den Elsässern einen Vierjahresvertrag unterschreiben.

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Dass die Zeichen auf Trennung standen, hatte sich bereits abseits des Platzes angedeutet. Der pfeilschnelle Offensivmann löschte kürzlich sämtliche HSV-Beiträge auf seinem Instagram-Profil. Zwar absolvierte der gebürtige Hamburger insgesamt 41 Profispiele für die Norddeutschen, in denen er drei Treffer und vier Vorlagen beisteuerte, doch der finale Durchbruch blieb aus. Immer wieder warfen ihn kleinere Verletzungen zurück. Unter Cheftrainer Merlin Polzin war der Rechtsfuß für die laufende Spielzeit ohnehin nicht mehr als unumstrittene Stammkraft eingeplant, obwohl sein ursprüngliches Arbeitspapier an der Elbe noch bis 2029 Gültigkeit besaß.

Transfer-Offensive: Wie der HSV die Millionen investieren will

Durch die überraschend hohe Ablösesumme wächst der finanzielle Spielraum der sportlichen Führung enorm. Bislang standen Ausgaben von rund 10,5 Millionen Euro in diesem Sommer lediglich 3,3 Millionen Euro an Einnahmen gegenüber. Mit dem Baldé-Deal springt die Einnahmenseite nun deutlich über die Zehn-Millionen-Marke und eröffnet völlig neue Möglichkeiten.

Die Verantwortlichen planen dem Vernehmen nach eine gezielte Einkaufstour in der Schlussphase der Wechselperiode. Gleich drei bis vier neue Akteure sollen den Kader zeitnah verstärken. Auf der Wunschliste ganz oben stehen ein robuster Abwehrchef, frisches Blut für beide offensiven Flügelpositionen und ein weiterer Stürmer. Auch der Name Fábio Vieira vom FC Arsenal kursiert im Umfeld des Vereins, wenngleich eine Verpflichtung des Spielmachers aufgrund der Ablöseforderung jenseits der Zehn-Millionen-Euro-Grenze eine massive Kraftanstrengung erfordern würde.

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