Jürgen Klopp verkleinert DFB-Kader – Positives Fazit nach Start
Jürgen Klopp zieht nach vier DFB-Spielen ein positives Fazit und verkleinert seinen XXL-Kader für den November.
Heimir Hallgrímsson zieht nach den jüngsten Ereignissen einen klaren Schlussstrich: Der irische Nationaltrainer hat die UEFA offiziell dazu aufgerufen, in Zukunft keine Pflichtspiele mehr zwischen seiner Mannschaft und Israel anzusetzen. Dem hitzigen 1:1-Unentschieden in der Nations League war ein massiv politisch aufgeladener Vorlauf vorausgegangen. Die ohnehin angespannte sportliche Begegnung gipfelte in einem noch unbestätigten Spuck-Vorwurf während der Halbzeitpause.
Bereits im Juni hatte der irische Verband (FAI) entschieden, die umstrittene Partie aufgrund von Boykott-Forderungen aus Dublin ins serbische Backa Topola zu verlegen. Dort fand das Rückspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. In der Halbzeitpause soll es schließlich zu einem Eklat gekommen sein: Der irische Fitnesstrainer warf einem Mitglied der israelischen Nationalmannschaft vor, ihn auf dem Weg in die Kabine angespuckt zu haben.
Offizielle Videoaufnahmen der Szene liegen aktuell nicht vor. Auf Handyvideos aus den Katakomben des serbischen Stadions ist lediglich eine unruhige Menschentraube zu sehen, aus der eine Stimme deutlich „Seid clever“ ruft. Hallgrímsson selbst wollte den Zwischenfall auf der anschließenden Pressekonferenz nicht bewerten. Der Isländer verwies lediglich darauf, dass sich die Disziplinarkommission den Vorfall vermutlich ansehen werde, und bestätigte auch gegenüber dem Sender RTE nicht, ob die Vorwürfe seine Spieler auf dem Rasen beeinflusst hätten.
Dass die Stimmung überhaupt derart aufgeladen war, lag auch am Cheftrainer der Iren selbst. Im Vorfeld der Partien hatte Hallgrímsson die Debatte mit der Aussage „Wir spielen gegen Israel, wir spielen gegen den Völkermord“ massiv angeheizt und damit scharfe Kritik des israelischen Verbands auf sich gezogen. Nach dem Rückspiel zeigte sich der Coach in dieser Hinsicht geläutert.
Gegenüber irischen Medien räumte er ein, mit seiner Wortwahl einen Fehler begangen zu haben. Er habe seine persönlichen Ansichten zurückstellen müssen, da er als Repräsentant einer großen Organisation auftrete. Dennoch blieb er bei seiner Forderung an den europäischen Dachverband. „Die UEFA muss eingreifen und etwas unternehmen. Ich wünsche jedenfalls keiner Nationalmannschaft, dass sie das durchmachen muss, was wir in den vergangenen zwei Wochen durchmachen mussten“, betonte der Trainer.
Auch die 90 Minuten auf dem Spielfeld waren von deutlichen politischen Signalen geprägt. Wie bereits im Hinspiel senkten die irischen Nationalspieler demonstrativ ihre Köpfe, als die israelische Nationalhymne abgespielt wurde. Der irische Kapitän Caoimhin Kelleher verweigerte seinem israelischen Gegenüber Dor Peretz bei der Seitenwahl den üblichen Handschlag.
Beide Mannschaften nutzten das Spiel, um ihrer jeweiligen Opfer zu gedenken, und liefen mit Trauerflor auf. Während die israelische Auswahl an die mehr als 1.200 Toten des Terrorangriffs der Hamas vom 7. Oktober 2023 erinnerte, trauerte die irische Mannschaft um die Todesopfer im Gazastreifen. Wie die UEFA nun auf den Boykott-Wunsch aus Dublin reagiert, bleibt vorerst offen.
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Jürgen Klopp verkündet am 17. September seinen ersten Kader als Bundestrainer für den Auftakt der Nations League.