FC Bayern jagt Chelsea-Talent Estevao – PSG und Barcelona mischen mit
Der FC Bayern München zeigt offenbar Interesse an Estevao. Der 19-jährige Brasilianer kommt beim FC Chelsea kaum zum Zug.
Der japanische Fußballfunktionär Kozo Tashima hat offiziell seine Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten angekündigt. Damit stellt sich der 68-Jährige bei der kommenden Wahl im marokkanischen Rabat gegen den amtierenden Präsidenten Gianni Infantino.
Wie der japanische Verband JFA nach einer Vorstandssitzung mitteilte, strebt das aktuelle Mitglied des FIFA-Rats den höchsten Posten im Weltfußball an. Tashima gilt in ersten Berichten als potenzieller Kandidat der europäischen Opposition, die sich einen personellen Wechsel an der Spitze des Verbands wünscht.
Den Schritt ins Rampenlicht begründet der Herausforderer mit einem klaren Wertekompass. Gegenüber der Zeitung „Nippon Sports“ erklärte er seinen Ansatz: „Es geht nicht um Gewinnen oder Verlieren, sondern darum, der Welt die ehrliche, solide und aufrichtige Haltung zu vermitteln, die der japanische Fußball entwickelt hat.“ Genau diese Werte benötige die FIFA in ihrer aktuellen Phase.
Hinter dem Japaner formiert sich offenbar bereits ein internationales Bündnis. Laut einem Bericht des „Guardian“ erhält Tashima konkrete Unterstützung aus Europa. Die UEFA ließ auf eine offizielle Anfrage der Sportschau bislang unkommentiert, ob der 68-Jährige als gemeinsamer Kandidat der Infantino-Kritiker ins Rennen geht.
Die persönliche Vita des Kandidaten erfüllt die strengen Vorgaben des Weltverbands problemlos. Tashima absolvierte während seiner aktiven Laufbahn sieben Länderspiele für Japan und studierte später an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Im nationalen Verband arbeitete er sich vom Generalsekretär bis zum Präsidenten hoch. Aktuell fungiert er als Ehrenpräsident und sitzt neben DFB-Präsident Bernd Neuendorf im FIFA-Rat.
Um beim Kongress in Rabat tatsächlich auf dem Wahlzettel zu stehen, muss Tashima bis spätestens 18. November die schriftliche Unterstützung von mindestens fünf der 211 Nationalverbände einreichen. Das Reglement sieht zudem eine offizielle Eignungsprüfung vor, die jeder Anwärter zwingend bestehen muss. Ein Ausschluss wegen mangelnder Erfahrung ist ausgeschlossen, da er die geforderte aktive Rolle im Fußball in den vergangenen fünf Jahren durchgängig ausfüllte.
Trotz der neuen Konkurrenz geht Amtsinhaber Gianni Infantino als klarer Favorit in die Abstimmung. Zwar wertet das Portal „Transfermarkt“ den Japaner als den ersten ernstzunehmenden Gegenkandidaten. Dennoch hat der Schweizer seine Machtbasis nach dem gescheiterten Investorendeal global wieder gefestigt. Er weiß große Teile der Verbände aus Südamerika, Afrika sowie Ozeanien hinter sich.
Auch der asiatische Kontinentalverband AFC hatte dem FIFA-Boss nach anfänglicher Kritik zuletzt seine uneingeschränkte Rückendeckung zugesichert. Da bei der Wahl jedoch nicht die Kontinentalverbände, sondern ausschließlich die einzelnen Nationalverbände geheim abstimmen, ist das letzte Wort über die Stimmenverteilung noch nicht gesprochen.
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