Lionel Messi beendet nach 21 Jahren seine Karriere in der argentinischen Nationalmannschaft. Der 39-Jährige absolviert in der Nacht auf Mittwoch gegen Benin seinen letzten Auftritt im Trikot der Albiceleste. Im Stadion Monumental in Buenos Aires wird der Kapitän für dieses Ereignis in einem Sondertrikot mit goldener Rückennummer auflaufen.

Schwere Entscheidung nach dem WM-Finale

Die offizielle Ankündigung des Rücktritts erfolgte bereits Ende August. Messi erklärte damals, der Schritt habe ihm „in der Seele wehgetan“, sei aber unausweichlich. Zwei persönliche Einschnitte prägten die Phase vor dieser Entscheidung: die Niederlage im WM-Finale 2026 sowie der Tod seines Vaters Jorge, der im Alter von 68 Jahren verstarb.

Im Gegensatz zu seinem kurzzeitigen Rücktritt vor zehn Jahren ist der aktuelle Entschluss endgültig. Nationaltrainer Lionel Scaloni betonte die emotionale Tragweite des Abschieds. „Von dem Moment an, in dem er das Monumental betritt, wird es für alle ein unvergesslicher Tag sein“, sagte der Trainer über den bevorstehenden Dienstagabend.

Eine Ära voller Titel und Teamgeist

Seit Scalonis Amtsübernahme im Sommer 2018 erlebte das Duo die erfolgreichste Phase der jüngeren argentinischen Fußballgeschichte. Unter seiner Leitung gewann das Team die Copa América 2021 und 2024 sowie den Weltmeistertitel 2022. Auch der erneute Einzug ins WM-Finale 2026 festigte den Status der Mannschaft, die auf dem Platz stets für ihren Ausnahmespieler arbeitete.

Der Zusammenhalt zeigte sich abseits des Rasens regelmäßig in besonderen Gesten. Nach dem WM-Triumph verschenkte der Rekordspieler personalisierte Gold-Smartphones an Spieler und Betreuerstab. Nach einer Niederlage gegen Spanien im laufenden Jahr bedachte er seine Mitspieler mit kompletten Ausrüstungen für den traditionellen Mate-Tee.

Asado im eigenen Trainingszentrum

Die unmittelbare Vorbereitung auf das Duell mit Benin findet in Ezeiza statt, dem Verbandsgelände, das mittlerweile den Namen des 39-Jährigen trägt. Verbandschef Claudio Tapia bereitete dem Team am Wochenende höchstpersönlich ein traditionelles Asado zu. Der Superstar weilt bereits seit Freitag im Mannschaftsquartier.

Wenn in der Nacht auf Mittwoch um 1:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit der Anpfiff ertönt, schließt sich ein Kreis. Scaloni fasste die Gemütslage der Nation im Vorfeld zusammen. Die Mannschaft werde zwar weiter existieren, erklärte der Erfolgscoach, doch der langjährige Anführer „wird uns fehlen“.

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