Lionel Messi hat den nächsten Schritt neben dem Platz gemacht: Der Superstar von Inter Miami übernimmt 100 Prozent der Rechte am spanischen Fünftligisten UE Cornellà. Mit diesem Kauf festigt der Weltmeister seine tiefe Verbundenheit zur Region Katalonien.

Rückkehr zu den Wurzeln: Fokus auf lokale Talente

Wie der Klub aus dem Landkreis Baix Llobregat nahe Barcelona offiziell bestätigte, markiert der Einstieg des 38-jährigen Argentiniers den Beginn eines neuen Kapitels. Ziel der Übernahme ist es, das sportliche und institutionelle Wachstum voranzutreiben. Der Fokus liegt dabei auf einer nachhaltigen Entwicklung und der Förderung lokaler Talente. Die Verantwortlichen von UE Cornellà betonten in einer Vereinsmitteilung, dass dieses Engagement Messis anhaltende Bindung zu seiner sportlichen Heimat unterstreicht, die während seiner glorreichen Jahre beim FC Barcelona entstand.

UE Cornellà: Pokal-Schreck und Talentschmiede

Der Verein, der in der Saison 2025/26 in der Tercera Federación antritt, ist im spanischen Fußball kein unbeschriebenes Blatt. Vor allem in der Spielzeit 2020/21 sorgte der Klub in der Copa del Rey für Furore, als die Mannschaft den Favoriten Atlético Madrid sensationell mit 1:0 aus dem Wettbewerb warf. Erst in der darauffolgenden Runde scheiterte der Außenseiter nach Verlängerung am FC Barcelona.

Zudem genießt die Jugendabteilung von Cornellà einen exzellenten Ruf in Spanien. Zahlreiche spätere Top-Stars machten hier ihre ersten fußballerischen Schritte. Zu den prominentesten Namen zählen der spanische Europameister David Raya, Keeper André Onana und Messis langjähriger Weggefährte Jordi Alba.

Ein wachsender Trend: Profis als Klub-Eigentümer

Für den Offensivstrategen ist es nicht die erste Investition in einen Fußballverein. Bereits im Mai 2025 stieg er bei Deportivo LSM ein, einem uruguayischen Klub, den sein enger Freund Luis Suárez gegründet hatte. Damit folgt er einem immer präsenteren Trend im Weltfußball: Aktuelle und ehemalige Top-Spieler investieren zunehmend in kleinere Vereine. Erst kürzlich erwarb Dauerrivale Cristiano Ronaldo Anteile am Zweitligisten UD Almería, während Kylian Mbappé bei SM Caen und Gerard Piqué beim FC Andorra als Investoren auftraten.

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