Dem englischen Spitzenklub Manchester City drohen im Zuge des jüngsten Finanzskandals historische Konsequenzen auf internationaler Ebene. Die UEFA erwägt Medienberichten zufolge, den Verein für bis zu zehn Jahre aus allen europäischen Wettbewerben auszuschließen, sollte das Urteil auch nach einer Berufung rechtskräftig bleiben.

Finanzskandal gefährdet internationale Zukunft

Ende September wurden die Skyblues wegen gravierender finanzieller Verfehlungen offiziell schuldig gesprochen. Der Klub legte umgehend Berufung ein und weist sämtliche Vorwürfe entschieden zurück. Neben möglichen Strafen auf nationaler Ebene, bei denen Punktabzüge oder gar ein Zwangsabstieg aus der Premier League im Raum stehen, droht nun ein drastischer Einschnitt durch den europäischen Dachverband.

Wie der kolumbianische Sportjournalist Cesar Augusto Londono auf der Plattform X berichtet, zieht die UEFA ein beispielloses Strafmaß in Betracht. Ein bestätigter Schuldspruch könnte demnach bedeuten, dass die Engländer für sieben bis zehn Jahre von der Teilnahme an der Champions League, der Europa League und der Conference League ausgeschlossen werden.

Turbulente Wochen unter Cheftrainer Maresca

Auch auf dem Rasen durchlebt die Mannschaft seit dem Urteil wechselhafte Zeiten. Unter Enzo Maresca, der das Traineramt vor der Saison vom langjährigen Erfolgscoach Pep Guardiola übernommen hat, reihen sich Licht und Schatten aneinander. Im ersten Ligaspiel nach der Länderspielpause feierte Manchester City noch einen souveränen 3:0-Auswärtssieg beim FC Liverpool.

In der Champions League erlitt das Team am Mittwoch hingegen einen empfindlichen Rückschlag. Gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain kassierten die Engländer eine 2:4-Heimniederlage, bei der Désiré Doué, Ousmane Dembélé und Vitinha bereits vor der Pause für deutliche Verhältnisse sorgten. Ein Doppelpack von Stürmer Erling Haaland im zweiten Durchgang brachte keine Wende mehr, da Maghnes Akliouche den vierten Treffer für die Gäste nachlegte.

Trotz der defensiven Schwächen stellte sich der neue Cheftrainer schützend vor seine Spieler.

„Wir können aus diesem Abend viel lernen. Selbst wenn wir gegen die beste Mannschaft Europas zwei Gegentore innerhalb von zwei Minuten kassieren, müssen wir weitermachen“,
erklärte Maresca nach dem Spiel. Der Italiener betonte, dass er nach nur drei Monaten im Amt weiterhin von seiner Mannschaft lerne, das grundsätzliche Gefühl im Verein aber momentan sehr positiv sei.

Verwandte Beiträge