Jürgen Klopp feiert ersten DFB-Sieg – Diskussion um Kimmich entbrennt
Jürgen Klopp feiert seinen ersten DFB-Sieg, doch die starke Leistung ohne Joshua Kimmich entfacht eine hitzige Debatte.
Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp steht vor seiner ersten großen personellen Herausforderung. Für die kommende Länderspielphase im November muss der 56-Jährige sein jüngst nominiertes XXL-Aufgebot drastisch verkleinern. Ex-Nationalspieler Mario Basler sieht darin eine heikle Aufgabe für den Coach.
Nach den ersten Auftritten unter Klopps Regie lobt die DFB-Führung zwar den neuen Teamgeist, bemängelt jedoch die Punktausbeute in der Nations League. Nun rückt die Kaderplanung für die nächsten Aufgaben in den Fokus.
Zuletzt umfasste der Kader der deutschen Nationalmannschaft beachtliche 44 Akteure. Wie Mario Basler in einem Beitrag für die Audio-Plattform „Yuvoi“ erklärte, haben diese Spieler ihre Aufgabe ordentlich gelöst. Dennoch zwingen die Regularien den Bundestrainer nun zum Handeln. Beim Lehrgang im November wird Klopp voraussichtlich nur noch 26 bis 30 Profis berufen können.
Das bedeutet, dass mindestens 14 Spieler wieder aussortiert werden müssen. Der 57-jährige Europameister von 1996 betonte, dass Klopp bei künftigen Ausfällen oder Formschwächen so immerhin auf einen großen Pool an erfahrenen Akteuren zurückgreifen könne. Gleichzeitig warb Basler intensiv um einen Vertrauensvorschuss für die jungen Neulinge im DFB-Trikot.
„Wir müssen ihnen Zeit geben und wir dürfen nicht zu kritisch sein“, forderte der Ex-Profi. Zwar sei leichte Kritik mit Vorsicht durchaus berechtigt, aber die Talente müssten spüren, dass die Öffentlichkeit hinter ihnen stehe. Die jungen Spieler hätten gezeigt, dass sie hungrig und bissig für Deutschland auflaufen wollen.
Sportlich verlief der Start unter Klopp durchwachsen. In der laufenden Nations League holte die DFB-Auswahl aus vier Partien fünf Punkte. Einem 1:1 in den Niederlanden folgte eine 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland. Danach feierte das Team einen 2:0-Erfolg gegen Serbien und trennte sich im Rückspiel in Griechenland mit 0:0.
DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig zog bei „Ran“ ein gemischtes Fazit. Zwar habe sich die Mannschaft im Laufe der Spiele gesteigert, doch am Ende sei die Ausbeute zu gering. „Da hätten wir uns mehr gewünscht, da braucht man nicht drumherum zu reden“, stellte der 63-Jährige klar. Er gab aber auch zu bedenken, dass aller Anfang schwer sei.
Trotz der fehlenden Punkte sieht Rettig eine positive Entwicklung im DFB-Team. Besonders die Herangehensweise von Klopp und seinem Trainerteam, alle Beteiligten auch neben dem Platz mitzunehmen, gefalle ihm ausgesprochen gut. Laut Rettig ist ein guter Geist entstanden, der die Grundlage für die kommenden Aufgaben im November bilden soll.
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