Jamal Musiala fehlt dem FC Bayern München bereits seit rund sechs Wochen. Die lange Ausfallzeit des 23-Jährigen sorgt nun für erste Diskussionen. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bezweifelt die offizielle Diagnose eines einfachen Muskelfaserrisses und äußert öffentlich einen neuen Verdacht.

„Braucht keine sechs Wochen“ – Zweifel an der Diagnose

Eigentlich hieß es im September, der Offensivspieler habe sich beim Aufwärmen für das DFB-Team in Amsterdam einen Muskelfaserriss zugezogen. Doch in seiner aktuellen Kolumne für „Sky“ stellt Lothar Matthäus den Heilungsverlauf infrage. „Ich vermute, dass in der Zwischenzeit noch etwas passiert ist“, schreibt der Weltmeister von 1990. Ein normaler Muskelfaserriss brauche keine sechs Wochen, um vollständig auszuheilen.

Tatsächlich verpasste Musiala in den vergangenen fünfeinhalb Wochen bereits sieben Pflichtspiele des deutschen Rekordmeisters. Zwar konnte der Spielmacher am Montag zumindest wieder mit dem Ball trainieren, doch für das anstehende Auswärtsspiel bei Atlético Madrid am Dienstagabend ist er laut Vereinsangaben noch keine Option.

Wettlauf gegen die Zeit vor der Länderspielpause

Wie die „Sport Bild“ zuletzt berichtete, soll der 23-Jährige noch vor der kommenden Länderspielpause auf den Rasen zurückkehren. Dafür bleibt den Münchnern allerdings nur noch das Bundesliga-Duell gegen Mainz 05 am anstehenden Wochenende. Ob Bundestrainer Jürgen Klopp den Angreifer am Donnerstag für die Nations-League-Partien gegen Serbien und die Niederlande nominiert, gilt angesichts der fehlenden Spielpraxis als äußerst fraglich.

Für Musiala setzt sich damit eine sportlich extrem schwierige Saison 2026/27 fort. Der Youngster bestritt bislang erst vier Pflichtspiele, in denen er zwei Tore und eine Vorlage beisteuerte. Zu Beginn der Spielzeit wurde er noch geschont, nachdem er in der Vorbereitung gleich zweimal auf dem Platz zusammengebrochen war. Dem FC Bayern fehlt somit weiterhin eines seiner wichtigsten Puzzleteile in der Offensive.

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