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Matthias Jaissle wechselt mit sofortiger Wirkung in die englische Premier League und übernimmt das Traineramt bei Newcastle United. Nach dem überraschenden Rücktritt von Eddie Howe statten die Magpies den 38-jährigen Deutschen mit einem langfristigen Vertrag bis 2030 aus.

Interner PIF-Wechsel für Rekordsumme

Der Transfer des ehemaligen Bundesliga-Profis auf die Insel ist ein echtes Ausrufezeichen – und ein kostspieliges dazu. Jaissle kommt vom saudischen Top-Klub Al-Ahli, wo sein Arbeitspapier eigentlich noch bis 2027 Gültigkeit besaß. Da beide Vereine mehrheitlich dem saudi-arabischen Public Investment Fund (PIF) angehören, verliefen die Verhandlungen auf kurzem Dienstweg. Laut Transfer-Experte Fabrizio Romano fließt eine Ablösesumme von satten 11 Millionen Euro. Damit reiht sich der gebürtige Nürtinger nahtlos in die Riege der zehn teuersten Trainer der Fußballgeschichte ein.

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Titel-Garant mit Gespür für Stars und Talente

In England trifft der aufstrebende Coach nun auf eine völlig neue sportliche Herausforderung, bringt aber reichlich Titelerfahrung mit. Bei seiner Station in Dschidda formte er eine schlagkräftige Truppe aus internationalen Top-Stars wie Roberto Firmino, Riyad Mahrez und Edouard Mendy. Der Lohn: Zwei aufeinanderfolgende Triumphe in der AFC Champions League (2025 und 2026) sowie der Gewinn des saudischen Supercups.

Bereits zuvor bewies der 38-Jährige bei Red Bull Salzburg, dass er auch blutjunge Talente auf das nächste Level heben kann. Spieler wie Karim Adeyemi oder Benjamin Sesko reiften unter seiner Regie zu europäischen Spitzenkräften. Jaissle selbst betonte in der Vergangenheit stets, dass klare Werte und Leitlinien der Schlüssel zum Erfolg seien – unabhängig davon, ob er es mit fertigen Routiniers oder entwicklungsfähigen Youngstern zu tun hat. Diese Anpassungsfähigkeit wird er im anspruchsvollen englischen Oberhaus zwingend benötigen.

Das schwere Erbe von Eddie Howe

Mit seinem Amtsantritt wird der Ex-Salzburger der erste deutsche Cheftrainer in der langen Historie des nordenglischen Traditionsklubs. Er tritt in große Fußstapfen: Sein Vorgänger Eddie Howe prägte über fast fünf Jahre eine erfolgreiche Ära, bescherte dem Verein mit dem Gewinn des EFL Cups den ersten nationalen Titel seit 70 Jahren und wies einen starken Punkteschnitt von 1,69 pro Spiel auf.

Doch zuletzt kriselte es sportlich. Nach einem enttäuschenden zwölften Tabellenplatz und dem Verpassen des internationalen Geschäfts sah Howe offenbar die Notwendigkeit für frischen Wind auf der Trainerbank. Erschwerend kam für Newcastle zuletzt die angespannte finanzielle Situation hinzu. Um die strengen PSR-Regeln der Liga und das Financial Fairplay der UEFA einzuhalten, war der Klub gezwungen, seine absoluten Leistungsträger abzugeben. Alexander Isak (für 145 Millionen Euro zum FC Liverpool), Sandro Tonali (108 Millionen Euro zu Tottenham) und Anthony Gordon (80 Millionen Euro zum FC Barcelona) verließen den Verein und hinterlassen eine enorme Lücke im Kader. Genau hier muss Matthias Jaissle nun ansetzen und aus den verbliebenen Profis sowie möglichen Neuzugängen eine neue, hungrige Einheit formen.

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