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Pep Guardiola wird nicht neuer Trainer der italienischen Fußballnationalmannschaft. Nach persönlichen Gesprächen in Barcelona informierte der 55-jährige Spanier die Verantwortlichen des italienischen Verbandes (FIGC) darüber, dass er für den Posten des Cheftrainers aus familiären und persönlichen Gründen derzeit nicht zur Verfügung steht.

Persönliche Auszeit: Guardiola lehnt Angebot der Azzurri ab

Die Verbandsführung um den neuen Präsidenten Giovanni Malagò und den Technischen Direktor Paolo Maldini machte keinen Hehl daraus, dass Guardiola die absolute Wunschlösung für die Squadra Azzurra war. Trotz intensiver Bemühungen entschied sich der Erfolgscoach gegen ein Engagement. Die größte italienische Sportzeitung La Gazzetta dello Sport zitiert den Spanier mit den Worten: „Danke, ich fühle mich geehrt. Aber im Moment traue ich mir das nicht zu.“ Offiziell hat der Verband das Nein des Katalanen, der nach seinen Stationen beim FC Barcelona, Bayern München und Manchester City aktuell eine Pause einlegt, noch nicht kommentiert.

Historische Krise: Italien sucht nach Gattuso-Aus den Neuanfang

Für den viermaligen Weltmeister bedeutet die Absage einen herben Rückschlag. Nach zuletzt drei verpassten Weltmeisterschaften in Folge steht der italienische Fußball vor einem radikalen Umbruch. Der bisherige Auswahlcoach Gennaro Gattuso musste nach der jüngsten gescheiterten WM-Qualifikation seinen Hut nehmen. Ein Taktikgeber vom Kaliber Guardiolas, der in seiner Karriere dreimal die Champions League sowie zwölf nationale Meisterschaften gewann, hätte das ersehnte Fundament für eine neue goldene Ära legen sollen.

Mancini und Pirlo rücken als Alternativen in den Fokus

Nach dem Korb des Wunschkandidaten muss sich der Verband nun neu orientieren. Aktuell gelten vor allem Roberto Mancini und Andrea Pirlo als Favoriten auf den vakanten Chefposten. Mancini kennt die Strukturen bestens: Er trainierte das Nationalteam bereits von 2018 bis 2023 und krönte seine Amtszeit mit dem Europameistertitel 2021. Pirlo, der als genialer Spielmacher noch maßgeblich am WM-Triumph 2006 in Deutschland beteiligt war, muss seine Qualitäten an der Seitenlinie jedoch erst noch auf höchstem Niveau beweisen. Seine bisherigen Trainerstationen bei Juventus Turin und Sampdoria Genua verliefen eher enttäuschend.

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