Am Dienstagabend hat RB Leipzig den ersten Sieg in der neuen Ligaphase der Champions League eingefahren. Dank eines späten Fernschusstreffers von Brajan Gruda besiegten die Sachsen die PSV Eindhoven vor heimischer Kulisse knapp mit 1:0. Zuvor hatte Torhüter Maarten Vandevoordt die Leipziger mit einer starken Elfmeterparade im Spiel gehalten.

Torhüter im Fokus: Vandevoordt pariert gegen Perisic

Nach der deutlichen 1:4-Auftaktpleite im italienischen Como stand die Mannschaft von Trainer Martin Demichelis international unter Zugzwang. Die Leipziger nahmen den Schwung aus dem jüngsten 6:0-Erfolg in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt mit und begannen druckvoll. Bereits in der vierten Spielminute zwang Ridle Baku den Eindhovener Schlussmann Matej Kovar nach einem Abschluss aus dem Gewühl zu einer ersten Glanzparade.

Die niederländischen Gäste, die zuletzt dreimal in Serie Meister wurden, fanden nach der Anfangsphase besser in die Partie und setzten Leipzig mit hohem Pressing unter Druck. In der 19. Minute geriet die Defensive der Gastgeber ins Wanken, als der Schiedsrichter nach einem unglücklichen Handspiel von Baku auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Verursacher zeigte sich nach dem Pfiff irritiert: Laut einem Bericht der „Sportschau“ gab Baku an, er und sein Gegenspieler seien schockiert gewesen und hätten die Entscheidung zunächst nicht verstanden.

Den fälligen Strafstoß trat der 37-jährige Routinier Ivan Perisic. Der ehemalige Profi des VfL Wolfsburg und des FC Bayern München brachte den Ball mittig auf das Tor. Leipzigs belgischer Schlussmann Vandevoordt war zwar schon auf dem Weg in eine Ecke, konnte den Schuss aber reaktionsschnell mit dem ausgefahrenen Bein abwehren und bewahrte sein Team vor dem Rückstand.

Grudas Fernschuss bricht den Bann für die Demichelis-Elf

Auch nach dem verschossenen Elfmeter blieb die PSV, angetrieben vom auffälligen niederländischen Nationalspieler Ruben van Bommel, aktiv. Zwingende Torchancen blieben für die Gäste jedoch aus. Die besseren Gelegenheiten verzeichneten die Sachsen, die noch vor dem Seitenwechsel durch Gruda und Neil El Aynaoui zu weiteren Abschlüssen kamen. Dieses Bild guter Chancen ohne Torerfolg setzte sich zunächst auch im zweiten Durchgang fort.

Die Leipziger drängten auf die Führung, scheiterten aber mehrfach am gut aufgelegten Kovar. Erst in der 75. Minute durchbrach Brajan Gruda die defensive Blockade der Eindhovener. Mit einem präzisen Fernschuss erzielte der Offensivspieler das erlösende 1:0 und belohnte die Leistungssteigerung seiner Mannschaft.

Gegenüber dem Sender „DAZN“ erklärte der Torschütze im Anschluss, das Team sei in der zweiten Halbzeit richtig gut in die Partie gekommen und habe sich die drei Punkte am Ende verdient. Auch Trainer Demichelis zeigte sich hochzufrieden mit der moralischen Reaktion seiner Spieler. Seine Mannschaft habe in einem sehr schwierigen Spiel echte Leidenschaft gezeigt und bis zur letzten Minute gekämpft. Damit holt RB Leipzig am zweiten Spieltag wichtige Zähler für den weiteren Verlauf der Königsklasse.

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