Der FC Bayern München bangt vor dem Spitzenspiel gegen RB Leipzig um den Einsatz von Manuel Neuer. Der 40-jährige Stammtorwart laboriert an Fußproblemen und droht am Samstag erneut auszufallen. Gleichzeitig schloss Sportvorstand Max Eberl die Akte um den Platzverweis von Michael Olise in der Champions League.

Kompany lässt Torwartfrage offen

Trainer Vincent Kompany hielt sich auf der Pressekonferenz bedeckt. „Wir müssen heute schauen, wie er sich fühlt, und wie die Situation ist“, erklärte der Belgier den aktuellen Stand bei Manuel Neuer. Der Routinier hatte am vergangenen Wochenende beim 2:2 gegen den FC Augsburg den schnellsten Gegentreffer der Bundesliga-Geschichte kassiert und verpasste anschließend das 3:3 in der Champions League gegen Viking Stavanger. Gegen den kommenden Gegner aus Leipzig könnte nun erneut Jonas Urbig zwischen den Pfosten stehen.

Kompany rechnet nicht mit einer langen Ausfallzeit seiner Nummer eins, ließ den genauen Rückkehrzeitpunkt aber offen. Die aufkommende Debatte um den 23-jährigen Urbig als dauerhaften Nachfolger sieht der Coach gelassen. Die Münchner hätten diese Situation laut Kompany bewusst Schritt für Schritt entstehen lassen. Trotz der Kritik früherer Nationaltorhüter wie Oliver Kahn und Jens Lehmann betonte der Trainer die Wichtigkeit Neuers für die Mannschaft. Ohne seine Präsenz und Führung gehe es in dieser Phase nicht.

Musiala fehlt weiterhin – Eberl hakt Olise-Eklat ab

Sicher verzichten muss der Rekordmeister am Samstagabend auf Jamal Musiala. Der Offensivspieler fehlt weiterhin im Mannschaftstraining und absolviert ein individuelles Reha-Programm. Aleksandar Pavlovic kehrte nach seinem kurzfristigen Ausfall gegen Stavanger hingegen wieder auf den Trainingsplatz zurück. Er stellt für das Bundesliga-Heimspiel wieder eine Option dar.

Abseits der personellen Sorgen äußerte sich Max Eberl zu der unnötigen Gelb-Roten Karte von Michael Olise. Der Flügelspieler hatte sich beim Stand von 3:2 gegen Stavanger von Zlatko Tripic provozieren lassen und ihm den Ball gegen den Kopf geworfen. Kompany nannte die Aktion im Nachgang „überblöd“. Zu einer möglichen Geldstrafe für den Franzosen schwieg Eberl. Er stellte lediglich klar, dass der Verein den Vorfall intern besprochen habe und die Sache damit erledigt sei.

Verwandte Beiträge