Der FC Bayern München präsentiert sich in der neuen Saison zwar noch ungeschlagen, leistete sich zuletzt aber unerwartete Punktverluste. Der ehemalige Nationaltorhüter Jens Lehmann sieht die Ursache in der anfälligen Defensive und übt nun deutliche Kritik an Trainer Vincent Kompany.

Defensive Aussetzer und Kommunikationsprobleme

Gegen den FC Schalke 04, den FC Augsburg und in der Champions League gegen Viking Stavanger ließen die Münchner überraschend Punkte liegen. Besonders in Augsburg und beim 3:3-Unentschieden in Stavanger verschlief der deutsche Rekordmeister den Start und kassierte frühe Gegentore.

In der „Sky“-Sendung „Triple – der Hagedorn-Fussballtalk“ sprach der 56-jährige Lehmann von wiederkehrenden Aussetzern in der Hintermannschaft. „Sie machen häufig immer wieder dieselben Fehler. Das ist ungewöhnlich auf dem Niveau“, erklärte der Ex-Keeper. Für ihn ist die aktuelle Schwächephase keine Überraschung, da die Münchner bereits im Vorjahr in wichtigen Spielen der Königsklasse ähnliche Fehler zeigten.

Offensichtlich mangele es auf dem Platz an der nötigen Abstimmung. Lehmann sieht dabei ausdrücklich den belgischen Cheftrainer in der Pflicht: „Ich muss das als Trainer vorleben, weil die Spieler nicht miteinander reden.“ Das Erfolgsrezept sei im Grunde simpel: Wer gut verteidigt, der gewinnt.

Richtungsweisendes Top-Spiel gegen Leipzig

Für Kompany ist dieser Gegenwind eine relativ neue Erfahrung an der Säbener Straße. Nach zwei souveränen Meistertiteln schien der Belgier in München nahezu unantastbar. Doch vor dem Top-Spiel gegen RB Leipzig am Samstagabend wächst der Druck auf die Mannschaft spürbar.

Die Sachsen reisen mit Rückenwind an, nachdem sie in der Königsklasse ihren ersten Sieg gegen die PSV Eindhoven feiern konnten. Ein weiterer Punktverlust der Münchner würde die ohnehin aufkommende Unruhe im Verein zweifellos weiter anfachen.

Zusätzliche Brisanz erhält die Situation durch eine neu entbrannte Torwart-Debatte beim FC Bayern. Nach einem folgenschweren Patzer von Manuel Neuer in Augsburg wurden zuletzt Forderungen nach einem Wechsel zwischen den Pfosten laut. Lehmann hält den aktuellen Ersatzmann Jonas Urbig jedoch noch nicht für bereit, um die dauerhafte Nachfolge beim Rekordmeister anzutreten.

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