Mit 40 Jahren befindet sich Manuel Neuer im Herbst seiner eindrucksvollen Karriere beim FC Bayern München. Obwohl der deutsche Rekordmeister mit Jonas Urbig bereits einen Nachfolger in den eigenen Reihen aufbaut, rechnet der ehemalige Nationaltorhüter René Adler mit einem harten Revierkampf an der Säbener Straße. Der langjährige Kapitän werde seinen Stammplatz keinesfalls kampflos räumen.

Generationswechsel im Tor der Münchner

Seit Januar 2025 bereiten die Verantwortlichen den heute 23-jährigen Urbig auf die Rolle als neue Nummer eins vor. Der Neuzugang vom 1. FC Köln hat sich hinter dem etatmäßigen Stammkeeper als verlässliche Alternative etabliert. Mittlerweile verzeichnet das Nachwuchstalent 22 Pflichtspieleinsätze für die Münchner und stand bereits zweimal für die deutsche A-Nationalmannschaft auf dem Platz.

Obwohl den beiden Schlussleuten ein hervorragendes Verhältnis nachgesagt wird, wächst der mediale Druck. Nach vereinzelten Unsicherheiten des 128-fachen Ex-Nationalspielers Neuer in der jüngeren Vergangenheit wurden zuletzt vermehrt Stimmen laut, die mehr Einsatzzeiten für den jungen Herausforderer forderten.

Adler erwartet Kampfansage von Neuer

Diese öffentliche Debatte könnte bei Neuer jedoch ungeahnte Kräfte freisetzen. Wie René Adler gegenüber dem Sender „RTL/Sky Sport“ betonte, zeige die Vergangenheit deutlich die Reaktionen des Weltmeisters von 2014. Der 41-Jährige geht davon aus, dass der erfahrene Schlussmann angesichts der Diskussionen von außen rasch den Kampfmodus einschaltet.

Ein freiwilliges Zurücktreten schließt Adler nahezu aus, wie das Portal „sport.de“ berichtet. Neuer werde seinem Konkurrenten definitiv nicht den roten Teppich ausrollen, auch wenn die aktuell laufende Spielzeit seine letzte sein könnte. Dafür sei der Torhüter schlichtweg zu sehr Wettkämpfer.

Erfahrener Backup als Sicherheitsnetz

Langfristig traut Adler dem jungen Urbig die Rolle als unumstrittene Stammkraft beim FC Bayern durchaus zu. Um das Risiko eines endgültigen Übergangs abzufedern, empfiehlt er der sportlichen Führung der Münchner jedoch die Verpflichtung einer routinierten Nummer zwei.

Als konkrete Beispiele für diese Rolle nannte der frühere Bundesliga-Keeper etablierte Torhüter wie Oliver Baumann oder Bernd Leno. Eine solche Personalie könnte dem jungen Stammkeeper künftig den Rücken freihalten, falls der 40-jährige Neuer nach seiner 21. Bundesliga-Saison im kommenden Sommer tatsächlich die Handschuhe an den Nagel hängt.

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