Der Trainerstuhl von Martin Demichelis bei RB Leipzig wackelt. Nach einem holprigen Saisonstart kursieren am Cottaweg erste Namen für eine mögliche Nachfolge. Wie die „Sport Bild“ berichtet, rückt dabei Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann in den Fokus der Sachsen.

Druck auf Demichelis wächst stetig

Der 45-jährige Argentinier steht nach der Länderspielpause unter enormem Zugzwang. Die Vereinsführung erwartet dringend eine sportliche Kehrtwende mit besseren Leistungen und positiven Ergebnissen. Offiziell werden die Spekulationen um einen Trainerwechsel im Klub-Umfeld zwar noch dementiert. Die Unruhe rund um das Team nimmt jedoch spürbar zu.

Als weiterer Kandidat neben Nagelsmann wird Dino Toppmöller gehandelt. Der ehemalige Chefcoach von Eintracht Frankfurt stand zuletzt beim RC Lens an der Seitenlinie und gilt dem Vernehmen nach als mögliche Alternative. Parallel zur Trainerfrage bastelt das Management am Kader. So arbeitet RB Leipzig offenbar an einer Nkunku-Rückkehr und plant weitere Transfers.

Harte Aufgaben in der Bundesliga und Königsklasse

Die kommenden Wochen dürften über die Zukunft auf der Leipziger Bank entscheiden, denn das Programm hat es in sich. In der Bundesliga treffen die Sachsen auf Eintracht Frankfurt, die SV Elversberg, den FC Bayern München sowie den FC Schalke 04. Auf internationalem Parkett warten in der Champions League die Duelle mit der PSV Eindhoven und Real Madrid. Im DFB-Pokal steht bei Rot-Weiss Essen eine unangenehme Pflichtaufgabe an.

Völler rechnet mit schnellem Comeback

Sollte sich die Spur zu Nagelsmann konkretisieren, würde eine Vorhersage von Rudi Völler eintreten. Der DFB-Sportdirektor erklärte gegenüber der „Bild“ nach mehreren Telefonaten mit dem 39-Jährigen, dass dieser zunächst durchatmen wolle. Völler betonte dabei seine Zuversicht für die sportliche Zukunft des Trainers: „Und dann wird er schnell wieder eine absolute Top-Mannschaft übernehmen, da habe ich keine Zweifel.“

Der Deutsche Fußball-Bund hatte sich von Nagelsmann nach dem Aus im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay getrennt. Er hatte das Amt des Bundestrainers im September 2023 als zwölfter Coach der DFB-Ära und Nachfolger von Hansi Flick übernommen. Sein ursprünglich bis 2028 datierter Vertrag wurde gegen eine Millionen-Abfindung aufgelöst. Für Nagelsmann wäre ein Engagement in Leipzig kein Neuland. Er stand bereits zwischen 2019 und 2021 am Cottaweg an der Seitenlinie, bevor er zum FC Bayern wechselte.

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