Der spanische Fußballverband hat hart durchgegriffen: Vinicius Jr. von Real Madrid wurde am Mittwoch nach seinem Platzverweis gegen den FC Villarreal für vier Ligaspiele gesperrt. Das gab das Disziplinarkomitee offiziell bekannt. Damit fehlt der Brasilianer den Königlichen unter anderem im anstehenden Clásico gegen den FC Barcelona.

Haareziehen und VAR-Eingriff: Der Ausraster im Detail

Auslöser der harten Sanktion war eine Szene beim 1:0-Sieg von Real Madrid gegen den FC Villarreal am vergangenen Samstag. Vinicius Jr. hatte in der Entstehung eines vermeintlichen eigenen Treffers zum 2:0 seinen Gegenspieler Nathan Saliba an den Haaren zu Boden gerissen. Der Treffer zählte nicht, stattdessen griff der Videoschiedsrichter ein und bewertete die Aktion als Tätlichkeit.

Schiedsrichter Isidro Diaz de Mera Escuderos schaute sich die Bilder an und zeigte dem Angreifer glatt Rot. Anschließend verlor Vinicius Jr. die Nerven, protestierte vehement gegen die Entscheidung und musste von seinen eigenen Mitspielern physisch zurückgehalten werden, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Bittere Konsequenzen: Mourinho schweigt, Vinicius fehlt gegen Barça

Die Zwangspause trifft die Madrilenen in einer wichtigen Phase der Saison. Neben dem Auswärtsspiel beim FC Sevilla am 18. Oktober verpasst der Offensivstar vor allem das prestigeträchtige Duell gegen den FC Barcelona am 25. Oktober. Auch bei der Auswärtspartie gegen Racing Santander am 1. November sowie im Heimspiel gegen den FC Valencia am 7. November ist er zum Zuschauen verdammt.

Cheftrainer Jose Mourinho reagierte auf seine eigene Weise auf den Platzverweis seines Spielers. Der Portugiese blieb der offiziellen Pressekonferenz nach der Partie gegen Villarreal komplett fern. Er ließ lediglich über den Verein mitteilen, dass er keine unbedachten Äußerungen treffen und damit eine eigene Sperre riskieren wolle.

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