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Rot-Weiss Essen hat sich am letzten Spieltag in einem echten Fußball-Krimi den Einzug in die Aufstiegsrelegation zur 2. Bundesliga gesichert. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat gewann am Samstag beim bereits feststehenden Absteiger SSV Ulm durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 3:2 und eroberte so den dritten Tabellenplatz.

Frühe Dominanz und ein Ulmer Rückschlag

Die Ausgangslage vor der Partie war unmissverständlich: Die Essener mussten zwingend punkten und gleichzeitig auf Patzer der Konkurrenz hoffen, um den Traum vom Aufstieg am Leben zu halten. Von Beginn an zeigte sich der Traditionsklub hochmotiviert und nutzte gleich die erste Gelegenheit. In der zweiten Spielminute veredelte Torben Müsel ein intelligentes Zuspiel von Jaka Cuber Potočnik zur frühen Führung.

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Die Gäste schnürten die Hausherren in der Folge tief in der eigenen Hälfte ein, ließen jedoch weitere Großchancen ungenutzt, da Ulms Torhüter Christian Ortag einen hervorragenden Tag erwischte. Die mangelnde Chancenverwertung rächte sich prompt: Bei einem der wenigen Konter der Gastgeber foulte Tobias Kraulich den gegnerischen Angreifer Lucas Röser im eigenen Strafraum. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zum 1:1-Ausgleich (28.). Obwohl die Ulmer den Favoriten aus dem Ruhrgebiet immer wieder vor Probleme stellten, riss der RWE das Spiel letztlich wieder an sich.

Hüning sorgt für Ekstase im Gäste-Block

Nach einer dramatischen zweiten Halbzeit schien den Essenern allmählich die Zeit davonzulaufen. Doch als die reguläre Spielzeit bereits abgelaufen war, krönte Ben Hüning das unermüdliche Anrennen seiner Mannschaft. In der zweiten Minute der Nachspielzeit drückte der 20-Jährige den Ball nach einem Eckstoß entscheidend über die Linie zum 3:2-Endstand.

Ich bin immer noch sprachlos, das ist wohl der krasseste Moment meiner Karriere, erklärte der überglückliche Matchwinner nach dem Schlusspfiff am Mikrofon. Die Truppe sei immer wieder mutig angerannt und habe sich dieses Erfolgserlebnis durch puren Willen erarbeitet.

Schützenhilfe ebnet Weg in die Zweite Liga

Da der direkte Konkurrent MSV Duisburg zeitgleich nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen Viktoria Köln hinauskam und somit auf Rang vier abrutschte, springt Essen auf den begehrten dritten Platz. Dieser berechtigt zur Teilnahme an den Relegationsspielen gegen den Tabellensechzehnten der 2. Bundesliga.

Cheftrainer Uwe Koschinat zeigte sich nach dem nervenaufreibenden Saisonfinale stolz auf die Resilienz seiner Schützlinge. Gut, dass die Mannschaft bis zum Schluss dran geglaubt hat, resümierte der Übungsleiter. Mit Blick auf die kommenden K.o.-Spiele versprach er eine leidenschaftliche Kulisse an der Hafenstraße: Die Energie in der Relegation wird grenzenlos sein. Ich könnte mir vorstellen, es eskaliert jetzt in Essen. Nun trennen den Ruhrpott-Klub nur noch zwei Spiele von der sensationellen Rückkehr ins deutsche Fußball-Unterhaus.

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