Hamburger SV besiegt TSG Hoffenheim – Muheim trifft in der Nachspielzeit
Der Hamburger SV gewinnt nach einem wilden Spielverlauf mit 3:2 bei der TSG Hoffenheim und feiert den zweiten Sieg in...
Der SC Freiburg thront nach dem fünften Spieltag mit 13 Punkten an der Spitze der Bundesliga. Was viele Beobachter noch immer bescheiden als glückliche Phase abtun, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Ergebnis einer jahrelangen, hochprofessionellen Entwicklung. Unter Cheftrainer Julian Schuster hat sich der Verein endgültig in der deutschen Spitzenklasse etabliert.
Als Christian Streich den Verein verließ, schienen die Fußstapfen für seinen Nachfolger übermächtig. Doch Julian Schuster, der sich nun in seiner dritten Saison als hauptverantwortlicher Trainer befindet, hat die ohnehin hohen Erwartungen sogar übertroffen. Wie der „SWR“ in einem aktuellen Kommentar auf der Plattform der „Sportschau“ festhält, ist der aktuelle Erfolg alles andere als eine Überraschung.
Die nackten Zahlen der jüngeren Vergangenheit untermauern diese These. In seiner ersten Spielzeit führte der neue Trainer die Mannschaft direkt in die Europa League. Im darauffolgenden Jahr erreichte der Sport-Club das Finale dieses europäischen Wettbewerbs sowie das Halbfinale im DFB-Pokal. Der Sprung auf den ersten Tabellenplatz ist somit die konsequente Fortsetzung einer rasanten sportlichen Entwicklung.
Die Grundlage für diesen Höhenflug legte das Führungs-Trio um Jochen Saier, Klemens Hartenbach und Oliver Leki. Durch umsichtiges Wirtschaften verfügt der Verein mittlerweile über enorme finanzielle Rücklagen. Auch die eigene Nachwuchsarbeit funktioniert auf höchstem Niveau. Die vereinsinterne Fußballschule fördert laut Angaben des „SWR“ beinahe im Halbjahrestakt neue Talente für den Profikader zutage.
Diese Kombination aus finanzieller Stabilität und einer exzellenten Akademie macht den Tabellenführer widerstandsfähig gegen sportliche Rückschläge. Kleinere Formtiefs werden durch die unaufgeregte Arbeitsweise im Breisgau schnell korrigiert, wodurch der Verein nachhaltig wächst. Die viel zitierte Momentaufnahme hat sich längst zu einer neuen Normalität entwickelt.
Ein Blick in die jüngere Fußballgeschichte zeigt, wohin ein solcher Saisonstart führen kann. Als der englische Außenseiter Leicester City in der Spielzeit 2015/16 sensationell die Meisterschaft feierte, stand die Mannschaft nach fünf Spieltagen mit elf Punkten auf dem zweiten Rang. Der SC Freiburg weist zum selben Zeitpunkt der aktuellen Saison bereits 13 Zähler auf und belegt den ersten Platz.
Auch wenn im Umfeld niemand voreilig von der Meisterschale sprechen möchte, belegt der Vergleich die historische Dimension dieses Starts. Mit Geduld, harter Arbeit im Hintergrund und einer eingespielten Mannschaft auf dem Platz hat der Sport-Club alle Werkzeuge in der Hand, um sich dauerhaft in den obersten Regionen der Liga festzusetzen.
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