SC Freiburg erobert die Tabellenspitze – Schuster formt Spitzenteam
Nach fünf Spieltagen führt der SC Freiburg die Bundesliga an - der vermeintliche Höhenflug ist längst Normalität.
Der Hamburger SV hat am fünften Spieltag der Fußball-Bundesliga einen späten 3:2-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim gefeiert. Nach der dreiwöchigen Länderspielpause setzten sich die Hanseaten in einer von Platzverweisen und Videobeweisen geprägten Partie durch. Miro Muheim sorgte tief in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung.
Die 25.929 Zuschauer in Sinsheim sahen zunächst eine zähe Anfangsphase, ehe Yussuf Poulsen die Gäste in der zwölften Minute in Führung brachte. Nicolas Capaldo hatte zuvor nach einem Freistoß den Pfosten getroffen, Poulsen staubte gedankenschnell ab. Die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin überzeugte im Anschluss durch eine kompakte Defensive, musste jedoch kurz vor der Pause einen personellen Rückschlag hinnehmen.
Nicolai Remberg verletzte sich in der 41. Minute und wurde durch den späteren Matchwinner Miro Muheim ersetzt. Dieser frühe Wechsel brachte die defensive Struktur der Gäste kurzzeitig durcheinander. Nachdem ein Treffer von Bambasé Conté durch Schiedsrichter Harm Osmers nach Einsatz des Videobeweises noch annulliert worden war, glich Hoffenheim in der sechsten Minute der Nachspielzeit aus. Sebastiaan Bornauw lenkte den Ball unglücklich ins eigene Netz.
Direkt nach dem Seitenwechsel drängte der Europa-League-Teilnehmer auf die Führung. Conté belohnte die Hoffenheimer Bemühungen in der 53. Minute mit dem 2:1 nach einer starken Einzelleistung. Die Dynamik der Partie drehte sich gut zehn Minuten später komplett, als der bereits verwarnte Bernardo wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah.
In Überzahl erhöhten die Norddeutschen, die ohne Zakaria El Ouahdi, Patson Daka und Albert Grönbaek angereist waren, den Druck spürbar. Ein vermeintlicher Ausgleich durch Otto Stange in der 80. Minute hielt der VAR-Überprüfung nicht stand. Nur drei Minuten später traf der eingewechselte Terem Moffi schließlich regulär zum 2:2 und leitete die packende Schlussphase ein.
Als sich beide Teams bereits auf eine Punkteteilung einzustellen schienen, fasste sich Muheim in der vierten Minute der Nachspielzeit ein Herz. Sein sehenswertes Traumtor besiegelte den 3:2-Endstand und belohnte die offensiven Bemühungen der Gäste. „Der HSV wird so auftreten, dass wir eine Chance haben, zu bestehen“, hatte Polzin bereits vor dem Anpfiff bei „Sky“ gefordert – seine Mannschaft lieferte die entsprechende Antwort auf dem Platz.
Mit nun sechs Punkten aus fünf Spielen haben die Hamburger ihren anfänglichen Fehlstart von drei Niederlagen korrigiert und gleichzeitig eine Serie von drei Pleiten gegen Hoffenheim beendet. Für die Kraichgauer verschärft sich hingegen die sportliche Krise im unteren Tabellendrittel, bevor in den kommenden Wochen die internationalen Aufgaben warten.
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