BVB-Keeper Gregor Kobel deutet Vertragsverlängerung in Dortmund an
Torhüter Gregor Kobel bekennt sich klar zu Borussia Dortmund, plant langfristig beim BVB und schwärmt von Niko Kovac.
Borussia Dortmund steht vor dem Bundesliga-Neustart am Freitagabend (20:30 Uhr) gegen Werder Bremen vor gewaltigen personellen Herausforderungen. BVB-Cheftrainer Niko Kovac muss um den Einsatz zahlreicher Stammkräfte bangen und übt im Vorfeld der Partie scharfe Kritik an der hohen Belastung durch die jüngste Länderspielpause.
Die vielen Abstellungen zur Nationalmannschaft haben beim aktuellen Tabellenführer deutliche Spuren hinterlassen. Auf der Pressekonferenz am Mittwoch fand der 54-jährige Übungsleiter klare Worte für die Terminhatz. „Von Klubseite aus ist das total inakzeptabel“, monierte Kovac. Ihn störe nicht nur das Risiko von Verletzungen und Krankheiten, sondern auch der fehlende Trainingsrhythmus über zweieinhalb Wochen.
Die neuen Formate wie die Nations League lassen laut dem ehemaligen kroatischen Nationalcoach keinen Raum mehr zum Testen. Anstelle von bis zu vier Einsätzen am Stück plädiert er für eine Rückkehr zum alten System mit drei Unterbrechungen für jeweils zwei Partien. Zwar habe er als ehemaliger Auswahltrainer Verständnis für den Erfolgsdruck der Verbände, doch die aktuelle Belastungsgrenze der Profis sei schlichtweg überschritten.
Die bittere Realität zeigt sich beim Blick auf den Dortmunder Trainingsplatz. Ein Einsatz von Innenverteidiger Nico Schlotterbeck, der sich im Kreise der DFB-Auswahl am Sprunggelenk verletzte, ist für Freitag völlig offen. Der Defensivspezialist absolviert derzeit nur individuelle Einheiten. Auch hinter Julian Ryerson, der mit Rippenproblemen kämpft, und Carney Chukwuemeka mit muskulären Beschwerden steht ein großes Fragezeichen.
Hinzu kommen die Nachwehen der Reisestrapazen. Konstantinos Karetsas, der für Griechenland laut Kovac zu viel Einsatzzeit bekam, und Daniel Svensson kehren erkältet zurück. Mathis Albert wird erst am Donnerstag aus den USA in Dortmund erwartet, während Ramy Bensebaini nach seinem Einsatz am Dienstag noch die Rückreise aus Afrika antreten muss. Für die Schwarz-Gelben beginnt nun eine echte Bewährungsprobe. Die kommenden Wochen bringen einen kräftezehrenden Block von neun Spielen mit sich, der dem dezimierten Kader alles abverlangen wird.
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