Borussia Dortmund in Personalnot – Kovac wütet über Länderspielpause
Vor dem Bundesliga-Duell gegen Werder Bremen klagt BVB-Trainer Niko Kovac über verletzte Spieler und den Terminplan.
Nico Schlotterbeck fällt bei Borussia Dortmund weiterhin auf unbestimmte Zeit aus. Der Innenverteidiger laboriert an einem Innenbandriss im Sprunggelenk, den er sich während der Weltmeisterschaft 2026 zugezogen hatte. Ein konkretes Datum für seine Rückkehr auf den Rasen gibt es derzeit nicht.
Beim 2:1-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste im zweiten Gruppenspiel der WM verletzte sich der 26-Jährige bereits in der Anfangsphase. Er spielte zunächst bis zur Halbzeitpause weiter, bevor Antonio Rüdiger ihn ersetzte. Diese Entscheidung auf dem Platz erschwert den Heilungsverlauf nun offenbar spürbar.
Am Rande des Formel-1-Rennens im niederländischen Zandvoort äußerte sich der Abwehrspieler am Sonntag gegenüber dem Sender „Sky“ zu seinem aktuellen Zustand. „Es ist einfach eine langwierige Geschichte“, erklärte der Nationalspieler. Er habe die Blessur direkt nach dem Vorfall zunächst deutlich unterschätzt.
Unmittelbar nach der Diagnose rechneten der Verein und der Spieler noch mit einer Ausfallzeit von rund drei Monaten. Das anvisierte Ziel war eine Rückkehr zur Länderspielpause Ende September. Die aktuellen Aussagen deuten jedoch auf eine noch längere Zwangspause für den Defensivspezialisten hin.
Schlotterbeck arbeitet derweil intensiv an der Rehabilitation. „Wir müssen von Tag zu Tag schauen“, gab der Linksfuß an. Er probiere, die Verletzung gut auszuheilen und vertraue auf die Expertise der Physiotherapeuten und Reha-Trainer. Ein exaktes Comeback-Datum bleibt weiterhin offen, auch wenn er hofft, dass es nicht mehr allzu lange dauert.
Die sportliche Leitung der Westfalen teilt diese zurückhaltende Einschätzung. Bereits Anfang August betonte BVB-Sportdirektor Ole Book in einer Medienrunde die medizinische Komplexität der Verletzung. Selbst sehr erfahrene Mediziner und Reha-Trainer könnten den exakten Heilungsverlauf in diesem Fall nur schwer vorhersagen.
Für die Schwarz-Gelben bedeutet dies, vorerst weiter ohne den zentralen Baustein der Defensive auskommen zu müssen. Die Dortmunder starten somit personell geschwächt in die Aufgaben der neuen Spielzeit, während das Transferfenster am 1. September schließt und der Verein theoretisch nur noch wenig Zeit hätte, auf dem Spielermarkt zu reagieren.
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