Gregor Kobel gehört bei Borussia Dortmund zu den unumstrittenen Führungsspielern und Leistungsträgern. Nun hat der 28-jährige Torhüter eine mögliche Vertragsverlängerung bei den Schwarz-Gelben in Aussicht gestellt und gleichzeitig Wechselgerüchten eine klare Absage erteilt.

Gegenüber der „Sport Bild“ betonte der Schweizer, wie wohl er sich in Dortmund fühlt. Zeitnah sollen Gespräche über ein neues Arbeitspapier beginnen, obwohl der aktuelle Kontrakt noch bis zum Sommer 2028 Gültigkeit besitzt.

Klares Bekenntnis zum BVB und Absage an Newcastle

„Ich bin superhappy beim BVB, es macht mir großen Spaß, für diesen Klub und vor diesen Fans zu spielen“, erklärte Kobel auf Nachfrage zu seiner Zukunftsplanung. Er fügte hinzu, dass er sich sehr gut vorstellen könne, „noch lange hier zu spielen“. Damit sendet der Schlussmann ein deutliches Signal an die Vereinsführung.

Gleichzeitig räumte der Nationalspieler mit den Spekulationen aus dem vergangenen Sommer auf. Angesichts einer kolportierten Offerte des englischen Erstligisten Newcastle United war über einen möglichen Abgang spekuliert worden. Diesen Gerüchten trat der Torhüter nun vehement entgegen. „Mit Gerüchten beschäftige ich mich überhaupt nicht. Ich bin zu einhundert Prozent beim BVB, alles andere lenkt ab“, stellte Kobel klar und betonte, dass ein Wechsel für ihn „null Komma null ein Thema“ gewesen sei.

Kobel lobt Kovac-Kultur und wird zum Mentor

Ein entscheidender Faktor für die hohe Zufriedenheit des Schweizers ist die tägliche Arbeit unter Trainer Niko Kovac. Der Coach habe in Dortmund „eine klare Struktur und Kultur hereingebracht, die unsere Grundlage für Erfolg ist“, lobte der 28-Jährige. In einer Mannschaft mit vielen unterschiedlichen Nationen habe Kovac dafür gesorgt, dass das Team eine gemeinsame Basis und einen erfolgreichen Weg gefunden habe.

Neben seinen Leistungen auf dem Rasen übernimmt Kobel auch intern immer mehr Verantwortung, indem er junge Talente an die Hand nimmt. Das gilt aktuell besonders für Konstantinos Karetsas. Für den 18-jährigen Griechen überwies die Borussia im zurückliegenden Transferfenster rund 30 Millionen Euro an dessen Ex-Verein KRC Genk.

Warnung vor dem Dortmunder Medienrummel

Kobel verriet, dass er sich intensiv mit dem Offensiv-Juwel austauscht, um ihn auf die Belastungen im Profifußball vorzubereiten. Dabei gehe es vor allem darum, wie hart eine Saison in mehreren Wettbewerben sei und was es bedeute, alle drei Tage auf dem Platz zu stehen. „Dass Körper und Kopf fit bleiben müssen und dass man sein Ziel nicht aus den Augen verlieren darf“, sei seine wichtigste Botschaft an den jungen Teamkollegen.

Abschließend mahnte der erfahrene Rückhalt zur Demut im Umgang mit der Öffentlichkeit. Zwar werde über die BVB-Spieler zuletzt sehr positiv geschrieben, doch auch diese Schlagzeilen dürften niemanden ablenken. „Man muss demütig bleiben, denn die Schlagzeilen können morgen schon wieder ganz anders sein“, warnte Kobel. Mit dieser geerdeten Einstellung dürfte er den Dortmundern wohl noch lange als Führungsfigur erhalten bleiben.

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