Cristiano Ronaldo zahlt 255 Euro Strafe – Verband verhängt milde Sperre
Der portugiesische Fußballverband belegt Cristiano Ronaldo nach seiner vorzeitigen Abreise aus dem Trainingslager mit einer rein symbolischen Strafe.
Die europäischen Fußballverbände fordern tiefgreifende Reformen und den Rückzug von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Doch auf dem Weg zur Wahl im Jahr 2027 fehlt der Opposition weiterhin ein aussichtsreicher Gegenkandidat. Während die Suche stagniert, baut der Amtsinhaber seine globale Machtbasis mit finanziellen Versprechen systematisch weiter aus.
Laut Einschätzung des ehemaligen FIFA-Mediendirektors Guido Tognoni droht der europäische Vorstoß in einem Fiasko zu enden. Im Gespräch mit der „Sportschau“ betonte er, dass die europäische Kontinentalvertretung UEFA aktuell deutlich an Tempo verliere. Bislang existiert lediglich ein abstraktes Anforderungsprofil für einen möglichen Herausforderer, konkrete Personen aus der ersten Reihe fehlen jedoch.
Die Zurückhaltung potenzieller Kandidaten erklärt Tognoni mit der Furcht vor einer Niederlage gegen den übermächtigen Amtsinhaber. Als spekulative Optionen gelten laut Berichten internationaler Medien derzeit die US-Investorin Michele Kang, die von der französischen Zeitung „L’Équipe“ ins Spiel gebracht wurde, sowie der amtierende FIFA-Direktor Arsène Wenger, dessen Name von der „BBC“ genannt wird.
Obwohl DFB-Präsident Neuendorf bereits den Rücktritt von FIFA-Chef Infantino forderte, bleibt die Realisierung einer offiziellen Kandidatur schwierig. Ein aussichtsreicher Bewerber benötigt neben einem belastbaren Netzwerk vor allem ein massives Budget für einen Wahlkampf, der hinter den Kulissen längst im Gange ist.
Auf der anderen Seite nutzt Gianni Infantino die Privilegien seines Postens konsequent aus. Der Schweizer reist weltweit in einem Privatflugzeug des FIFA-Sponsors Qatar Airways, um sich die Unterstützung der Kontinentalverbände zu sichern. Tognoni warnt davor, dass der Präsident den Entscheidungsträgern ungeniert finanzielle Anreize aufzeige, um sich frühzeitig einen kaum einholbaren Vorsprung zu erarbeiten.
Diese Strategie zeigt bereits deutliche Wirkung. Infantino hat die Entwicklungsgelder der FIFA für den Zeitraum bis zum Jahr 2030 von ursprünglich zehn auf nun 25 Millionen US-Dollar pro Verband massiv erhöht. Die garantierten Zahlungen binden weite Teile Asiens, Ozeaniens und Südamerikas fest an den Amtsinhaber.
Auch der afrikanische Kontinent steht weitgehend geschlossen hinter der aktuellen Führung. Patrice Motsepe, der Präsident des Kontinentalverbandes CAF, forderte seine Funktionärskollegen bei einem jüngsten Treffen in Kap Verde sogar zum kollektiven Applaus für den FIFA-Chef auf. Wenn Europas Verbände bis zur Wahl im März 2027 keine finanzstarke Front aufbauen, droht eine Wiederwahl Infantinos, ohne dass es im Vorfeld zu den geforderten Strukturreformen im Weltfußball kommt.
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