Union Berlin erkämpft 2:2 gegen 1. FC Köln – Erster Punkt für Eta
Union Berlin beweist Moral und holt nach einem 0:2-Rückstand gegen den 1. FC Köln noch ein spätes 2:2-Unentschieden.
Der 1. FC Union Berlin hat auf die anhaltende sportliche Talfahrt reagiert und Cheftrainer Steffen Baumgart mit sofortiger Wirkung freigestellt. Nach einer desolaten 1:3-Niederlage beim Tabellenletzten 1. FC Heidenheim zogen die Köpenicker in der Nacht zum Sonntag die Reißleine. Als Nachfolgerin präsentiert der Hauptstadtklub ein historisches Novum: Marie-Louise Eta übernimmt die Profis bis zum Saisonende und wird damit die erste Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte.
Mit der Beförderung der bisherigen U19-Trainerin setzt der abstiegsbedrohte Klub ein bemerkenswertes Zeichen. Die 34-Jährige führt die Mannschaft interimsweise bis zum Sommer an, bevor sie wie ursprünglich geplant die Frauenmannschaft der Berliner als Cheftrainerin übernehmen wird. Für Eta ist der Abstiegskampf an der Alten Försterei dabei kein Neuland. Bereits zwischen November 2023 und Mai 2024 fungierte sie erfolgreich als Co-Trainerin bei den Profis. Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball bei Union, zeigte sich zuversichtlich: Die neue Trainerin habe die klare Überzeugung, dass man mit dem Team die entscheidenden Punkte holen werde.
Der Trainerwechsel wurde nach den schwachen Auftritten der vergangenen Wochen nahezu unausweichlich. Die ernüchternde Pleite gegen das Schlusslicht aus Heidenheim war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Eine magere Ausbeute von lediglich zwei Siegen aus 14 Spielen seit der Winterpause ließ die Alarmglocken in Berlin schrillen. Heldt fand in der offiziellen Mitteilung deutliche Worte und sprach von einer absolut enttäuschenden Rückrunde. Man dürfe sich vom Tabellenstand nicht blenden lassen, die Lage sei nach wie vor bedrohlich. Die Verantwortlichen hatten schlichtweg nicht mehr den Glauben daran, dass in der bisherigen Konstellation noch eine Trendumkehr gelingt.
Das Aus des gebürtigen Rostockers kommt trotz der sportlichen Krise durchaus überraschend. Erst im vergangenen Januar hatte der Verein den Vertrag mit dem ehemaligen Union-Spieler vorzeitig verlängert. Baumgart hatte das Team Anfang 2025 übernommen und in der Vorsaison souverän auf den 13. Tabellenplatz geführt. Nun muss er gemeinsam mit seinen ebenfalls freigestellten Co-Trainern Danilo de Souza und Kevin McKenna den Hut nehmen. Für Union Berlin und Neu-Trainerin Eta zählt in den verbleibenden Partien nun ausschließlich das nackte Überleben im deutschen Oberhaus.
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