Feyenoord Rotterdam holt Giovanni van Bronckhorst als Trainer zurück
Giovanni van Bronckhorst übernimmt erneut das Traineramt bei Feyenoord Rotterdam und unterschreibt einen Vertrag bis 2028.
Nach dem historischen ersten Abstieg in die 2. Bundesliga leitet der VfL Wolfsburg einen massiven Kaderumbruch ein. Um den radikalen finanziellen Einschnitt aufzufangen, planen die Verantwortlichen der Niedersachsen Transfer-Einnahmen in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Dies entspricht beinahe der Hälfte des aktuellen Kaderwerts und verdeutlicht die harte Realität, der sich der Werksklub im deutschen Unterhaus stellen muss.
Obwohl intern der Beschluss gefasst wurde, keinen Spieler unter Wert ziehen zu lassen – schließlich besitzen alle Profis gültige Verträge für die zweite Liga –, ist die Liste der potenziellen Abgänge prominent besetzt. Das Trio um Torhüter Kamil Grabara, Stürmer Mohamed Amoura und Spielmacher Lovro Majer gehört zu den wertvollsten Akteuren. Allein sie sollen einen signifikanten Teil der erhofften Summe einbringen.
Deutlich konkreter werden die Abschiede an anderer Stelle: Patrick Wimmer steht offenbar unmittelbar vor einem Wechsel in die Bundesliga. Der pfeilschnelle Flügelstürmer soll sich der TSG Hoffenheim anschließen, was dem VfL schätzungsweise 10 bis 12,5 Millionen Euro einbringen wird. Auch der routinierte Christian Eriksen steht vor dem Absprung. Der Däne könnte die Wölfe für eine vergleichsweise geringe Ablöse verlassen, wobei eine Rückkehr zu Ajax Amsterdam im Raum steht.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Konstantinos Koulierakis. Der 25 Millionen Euro schwere Innenverteidiger ist der unangefochtene Top-Wert des Kaders. Die Wolfsburger würden das Defensiv-Ass liebend gern halten, doch bei lukrativen Angeboten – etwa vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin – dürften die Niedersachsen schwach werden.
Ein Ausrufezeichen will der Klub hingegen bei Dzenan Pejcinovic setzen. Der 21-jährige Angreifer war zuletzt der einzige Lichtblick und steigerte seinen Marktwert deutlich. Trotz intensiven Interesses von Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg steht der Youngster fest auf der Liste jener Spieler, die den Kern der neuen Mannschaft bilden sollen. Zu diesem Korsett zählen auch Kapitän Maximilian Arnold, Kento Shiogai und Bence Dárdai.
Der Abstieg zwingt die Wölfe zu drastischen Einsparungen. Der Etat wird sich voraussichtlich halbieren – von üppigen 80 Millionen auf rund 40 Millionen Euro. Kurioserweise stellt diese reduzierte Summe noch immer den unangefochtenen Spitzenwert in der 2. Bundesliga dar. Die Erwartungshaltung ist damit klar definiert: Der direkte Wiederaufstieg ist für den VfL absolute Pflicht.
Um die Lücken im Kader zu füllen, hat Wolfsburg bereits auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Fraser Hornby aus Darmstadt und Elvis Rexhbecaj vom FC Augsburg stoßen zum Team. Offen ist hingegen die Personalie der beiden Herthaner Tjark Ernst und Fabian Reese. Das Duo hatte dem VfL bereits zugesagt – allerdings nur für den Fall des Klassenerhalts. Ob die Berliner auch den Weg in die Zweitklassigkeit mitgehen, müssen nun die laufenden Gespräche zeigen.
Die anvisierte Marke von 100 Millionen Euro an Transfererlösen haben die Wolfsburger in ihrer Vereinsgeschichte übrigens erst ein einziges Mal geknackt: In der Saison 2015/16 spülte allein der Rekordverkauf von Kevin De Bruyne an Manchester City 76 Millionen Euro in die Kassen. Ein Betrag, von dem die Wölfe heute nur träumen können.
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