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Im WM-Sechzehntelfinale kommt es in der Nacht zu Samstag in Toronto zum ultimativen Showdown: Kroatien trifft auf Portugal. Für die einstigen Weggefährten Luka Modric und Cristiano Ronaldo geht es dabei um alles, denn der Verlierer dieses K.o.-Spiels wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sein letztes Weltmeisterschaftsspiel bestreiten.

Eine glorreiche gemeinsame Ära bei Real Madrid

Wenn zwei Akteure sich auf dem Rasen derart perfekt ergänzen, spricht man im Fußball gerne von einem blinden Verständnis. Für das kroatische Mittelfeld-Genie und den portugiesischen Ausnahme-Angreifer war dies in ihren sechs gemeinsamen Jahren bei Real Madrid weitaus mehr als eine leere Phrase. Zwischen 2012 und 2018 prägte das Duo eine absolute Erfolgsära der Königlichen und sicherte sich unter anderem viermal die begehrte Champions-League-Trophäe. Das bewährte Muster lautete dabei oft: Genialer Pass in die Tiefe von Modric, eiskalter Abschluss durch Ronaldo.

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Auch abseits des Platzes pflegten die beiden Ausnahmekönner ein hervorragendes Verhältnis. Als der Portugiese die spanische Hauptstadt 2018 in Richtung Italien verließ, betonte er seine große Dankbarkeit und sprach von einer Ehre, so viele historische Momente mit seinem geschätzten Mitspieler geteilt zu haben.

Unterschiedliche Formkurven vor dem K.o.-Spiel

Im Spätherbst ihrer beeindruckenden Karrieren wandeln die beiden Kapitäne ihrer Nationalmannschaften mittlerweile auf völlig unterschiedlichen Pfaden. Während der 40-jährige Modric nach seinem Wechsel im vergangenen Jahr nun für die AC Mailand im Zentrum die Fäden zieht und weiterhin auf europäischem Top-Niveau agiert, verdient der 41-jährige Ronaldo sein Geld seit 2023 bei Al-Nassr in der saudi-arabischen Wüste.

Sportlich scheint der Wechsel in die Saudi Pro League zumindest auf internationalem Parkett seine Spuren zu hinterlassen. Die bisherigen WM-Auftritte des einstigen Weltfußballers sind ausbaufähig. Zwar glänzte er beim 5:0-Kantersieg gegen den krassen Außenseiter Usbekistan mit einem Doppelpack, doch in den zähen Unentschieden gegen den Kongo und Kolumbien wirkte der Altstar im System der Südeuropäer oftmals isoliert. In seiner Heimat entfacht dies kurz vor dem wegweisenden K.o.-Duell erneut hitzige Diskussionen in den Medien über seinen tatsächlichen Mehrwert für die Startelf.

Unabhängig von der Tagesform ist vor dem Anpfiff am Freitagabend um 1:00 Uhr deutscher Zeit eines gewiss: Die Fußballwelt wird einen ihrer größten Akteure zum letzten Mal auf der ganz großen WM-Bühne spielen sehen.

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