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Die norwegische Nationalmannschaft reitet bei der Weltmeisterschaft in den USA auf einer Welle des Erfolgs und trifft nun im Achtelfinale auf Brasilien. Beflügelt von einer beispiellosen Fußballeuphorie in der Heimat, peilen die Skandinavier um Superstar Erling Haaland gegen den Rekordweltmeister die nächste Überraschung an.

Skandinavische Euphorie verdrängt den Wintersport

Was sich derzeit gut 6.000 Kilometer entfernt vom Turnierort in Nordeuropa abspielt, gleicht einem sportlichen Beben. Die traditionelle Wintersportnation steht Kopf. Selbst Rune Bratseth, der ehemalige Kapitän der norwegischen WM-Auswahl von 1994, verfolgt das Spektakel fasziniert von seiner Hütte nahe Trondheim aus. Der 65-Jährige betont, dass im Land der Fjorde aktuell nichts größer sei als der Fußball. Wenn die Nationalmannschaft auf der ganz großen Bühne aufläuft, rücken selbst prestigeträchtige Wintersport-Events in den Hintergrund. Die Begeisterung für die enthusiastisch aufspielende Truppe kennt derzeit keine sportlichen Grenzen.

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Solbakkens Taktik und Rotation zahlen sich aus

Der Weg in die K.o.-Phase war geprägt von offensiver Durchschlagskraft und taktischem Kalkül. Nach souveränen Siegen in der Gruppenphase gegen den Irak (4:1) und den Senegal (3:2) konnte es sich Nationaltrainer Ståle Solbakken leisten, im unbedeutenden Gruppenabschluss gegen Frankreich (1:4) seine Stammkräfte zu schonen. Diese goldrichtige Entscheidung machte sich im packenden Sechzehntelfinale gegen die Elfenbeinküste bemerkbar. Beim hart umkämpften 2:1-Erfolg glänzten die ausgeruhten Leistungsträger: Spielmacher Martin Ödegaard legte mustergültig für Leipzigs Antonio Nusa auf, bevor der alles überragende Ausnahmeangreifer Haaland kurz vor Schluss sein bereits fünftes Turniertor markierte.

Volle Kraft voraus gegen den Rekordweltmeister

Nun wartet mit der Seleção der ultimative Härtetest auf die norwegische Auswahl. Wer nun erwartet, dass sich die Nordeuropäer ehrfürchtig in die eigene Hälfte zurückziehen, dürfte getäuscht werden. Legende Bratseth gibt eine klare Marschroute für das anstehende K.o.-Duell vor: Die Mannschaft müsse mutig auftreten und sich trauen, auch die Brasilianer aktiv anzugreifen. Mit der physischen Präsenz eines Erling Haaland im Sturmzentrum und der kreativen Spielgestaltung eines Martin Ödegaard im Mittelfeld besitzen die Norweger definitiv die fußballerischen Waffen, um auch die südamerikanischen Ballkünstler vor ernsthafte Probleme zu stellen.

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