Paris Saint-Germain verpflichtet DHB-Star Renars Uscins für 2027
DHB-Star Renars Uscins verlässt die TSV Hannover-Burgdorf 2027 und schließt sich dem Top-Klub Paris Saint-Germain an.
Handball-Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla forciert seinen Abschied von der MT Melsungen mit drastischen Mitteln. Medienberichten zufolge hat der 28-Jährige seinen erst im Sommer geschlossenen und bis 2031 gültigen Vertrag bereits außerordentlich gekündigt. Der Kreisläufer strebt aus gesundheitlichen Gründen eine sofortige Rückkehr zur SG Flensburg-Handewitt an.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurde das Arbeitspapier des DHB-Kapitäns bei den Nordhessen bereits am Montag der vergangenen Woche außerordentlich zum nächstmöglichen Zeitpunkt hilfsweise gekündigt. Auch die „Sport Bild“ berichtet von einer vorsorglichen schriftlichen Kündigung, lässt jedoch das genaue Datum offen. Vermutet wird demnach ein anvisiertes Vertragsende zum 30. Juni 2027.
Möglicherweise versuchen die Rechtsbeistände des Spielers, vermeintliche formale Mängel im Vertrag bei der MT Melsungen geltend zu machen, um einen vorzeitigen Abgang zu erwirken. Jesper Larsson, Sportvorstand der Melsunger, wollte die Berichte am Rande des jüngsten 28:22-Heimsiegs gegen die TSV Hannover-Burgdorf nicht bestätigen. Am Dyn-Mikrofon entgegnete der Schwede lediglich mit einem knappen „Kein Kommentar“.
Hintergrund der Eskalation ist die persönliche Situation des Profis. Johannes Golla hatte zuletzt öffentlich gemacht, dass er aus familiären Gründen unbedingt nach Flensburg zurückkehren wolle. Der Wechsel im Sommer habe ihm stark zugesetzt. „Menschen, die mich gut kennen, haben längst gesehen, dass meine mentale Gesundheit ernsthaft gefährdet ist“, beschrieb der Nationalspieler seine gegenwärtige Lage.
Normalerweise ist eine Rückkehr vertraglich streng geregelt. Medienberichten zufolge existiert in dem Kontrakt zwar eine Ausstiegsklausel, diese greift jedoch erst nach drei Jahren. Die festgeschriebene Ablösesumme soll laut dpa bei 500.000 Euro liegen. Die „Bild“ ergänzt, dass dieser Betrag auf 350.000 Euro sinken könnte, falls der Verein die Qualifikation für das internationale Geschäft verpasst. Für Gollas Wunsch auf einen sofortigen Wechsel hilft diese Klausel jedoch nicht weiter.
Die Führungsebene der MT Melsungen sucht nun nach einer gesichtswahrenden Lösung in dem festgefahrenen Konflikt. „Wir hatten und haben langfristige Pläne mit ihm. Wir müssen deswegen grundsätzlich Vertragstreue einfordern“, erklärte MT-Vorstand Andreas Mohr. Gleichzeitig räumte er ein, dass zu einem Vertrag immer zwei Seiten gehören würden. Mohr stellte klar, dass es nun an der SG Flensburg-Handewitt liege, ein vertretbares Angebot für den Kreisläufer vorzulegen.
Erste Annäherungsversuche zwischen den Klubs hat es bereits gegeben. Jesper Larsson bestätigte Vorgespräche mit den Flensburgern, stellte jedoch klar, dass diese eine Absage erhalten hätten. Bei seinem Ex-Klub an der Förde sichert man dem Superstar derweil volle Unterstützung zu. Das Tauziehen um die Zukunft des Kapitäns dürfte in die nächste Runde gehen.
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