MT Melsungen bangt um Transfer – Golla-Wirbel schreckt Axel Mansson ab
Der Wechselwunsch von Johannes Golla bringt MT Melsungen in Not. Top-Talent Axel Mansson überdenkt nun seinen Transfer.
Johannes Golla führt die deutsche Handball-Nationalmannschaft auch bei der Heim-WM im kommenden Januar als Kapitän an. Der Deutsche Handballbund (DHB) stärkt dem 28-Jährigen damit inmitten einer schwierigen persönlichen Phase und den Diskussionen um seine Vereinszukunft demonstrativ den Rücken.
Zuletzt hatte der Kreisläufer abseits der Platte für Aufsehen gesorgt. Golla drängt auf eine schnelle Rückkehr von der MT Melsungen zu seinem langjährigen Verein SG Flensburg-Handewitt. Auf Instagram machte er die Dringlichkeit seines Anliegens öffentlich und sprach über die eigene Gefährdung:
„Unsere gesamte Welt, die wir uns in acht Jahren an der Förde aufgebaut haben, hinter uns zu lassen, auch Menschen, die mich gut kennen, haben längst gesehen, dass es mir nicht gut geht und dass es mittlerweile nicht mehr ‚nur‘ Heimweh ist, sondern meine mentale Gesundheit ernsthaft gefährdet ist.“
Für den DHB steht die Führungsrolle des Routiniers dennoch nicht zur Debatte. Ingo Meckes, Sportvorstand des Verbands, bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur das uneingeschränkte Vertrauen in den Nationalspieler, der das Amt seit November 2021 bekleidet. „Johannes Golla ist der Kapitän unserer Männer-Nationalmannschaft und führt die Mannschaft seit seiner Ernennung zu dieser Rolle auf und abseits der Platte in einer überragenden Weise“, erklärte Meckes und betonte, dass der 28-Jährige diese Funktion auf dem Weg zur WM in gewohnter Form ausfüllen werde.
Bevor der Fokus endgültig auf das Turnier im eigenen Land rückt, ist die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason zunächst in der EM-Qualifikation gefordert. Am 5. November trifft das deutsche Team in Berlin auf Belgien, drei Tage später folgt das Auswärtsspiel in der Slowakei. Für diese beiden Aufgaben hat der Isländer einen 18-köpfigen Kader nominiert, der neben etablierten Leistungsträgern wie Andreas Wolff, Juri Knorr und Julian Köster auch frische Namen enthält.
Mit David Móré, Linksaußen vom ThSV Eisenach, und Niklas Theiß, Rückraumspieler der HSG Wetzlar, stehen zwei Debütanten im Aufgebot. Gislason erklärte die Maßnahme mit dem Fokus auf die Breite des Kaders: „Wir arbeiten mit einem Stamm, der die Abläufe kennt und eingespielt ist. Wir haben aber auch betont, dass wir auf einzelnen Positionen mehrere Spieler und ihre Leistungen beobachten.“ Die anstehenden Länderspiele leiten damit für Golla und die Mannschaft unmittelbar die entscheidende Vorbereitungsphase für das Heim-Turnier im Januar ein.
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