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Die MT Melsungen hat sich am Donnerstagabend durch eine deutliche 28:39-Niederlage (16:18) gegen die Füchse Berlin erstmals in der Vereinsgeschichte für die EHF Champions League qualifiziert. Wegen einer Besonderheit im Regelwerk verhalf ausgerechnet die Heimpleite den Hessen in die europäische Königsklasse.

Kurioses Szenario: Warum Melsungen eine Niederlage half

Der frischgebackene European-League-Sieger aus Melsungen durfte paradoxerweise erst nach der Niederlage gegen den Hauptstadtklub den größten Erfolg der Klubgeschichte feiern. Der Grund dafür liegt im neuen Regelwerk: Hätten die Berliner ihren zweiten Tabellenplatz am letzten Spieltag noch an die SG Flensburg-Handewitt verloren und Mitte Juni die Champions League gewonnen, wäre Melsungen trotz des jüngsten internationalen Triumphs nicht für die Königsklasse startberechtigt gewesen.

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Durch den Auswärtserfolg der Füchse ist das Rennen um Platz zwei jedoch vorzeitig entschieden. Die Hauptstädter weisen nun einen uneinholbaren Vorsprung von zwei Punkten auf Verfolger Flensburg auf und besitzen zudem eine massiv bessere Tordifferenz, die auch im direkten Showdown am letzten Spieltag nicht mehr zu kippen ist. Damit haben die Berliner den begehrten Startplatz sicher, was wiederum Melsungens Ticket für die Champions League garantiert.

Gidsel überragt bei Berliner Schützenfest

Auf der Platte lieferten die Nordhessen den Gästen zumindest im ersten Durchgang einen intensiven und ausgeglichenen Kampf. Mit einem knappen 16:18-Rückstand ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel zogen die Füchse das Tempo jedoch spürbar an. Bereits in den ersten fünf Minuten nach Wiederanpfiff erzwang Berlin mit einem furiosen 5:1-Lauf die Vorentscheidung.

Überragender Akteur auf dem Parkett war einmal mehr Mathias Gidsel. Der Welthandballer drückte der Partie seinen Stempel auf und avancierte mit neun Treffern zum besten Werfer des Abends.

Flensburg muss sich mit der European League trösten

Für die Konkurrenz aus Flensburg bleibt nach dem Berliner Sieg nur das Nachsehen im Kampf um die Königsklasse. Zwar erfüllten die Norddeutschen am selben Abend ihre Pflicht und bezwangen den ThSV Eisenach souverän mit 36:31 (21:18), der Traum von der Champions League ist durch die Konstellation an der Tabellenspitze aber endgültig geplatzt. Die SG wird in der kommenden Spielzeit in der zweitklassigen European League antreten müssen.

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