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Alexander Zverev hat das Finale des Rasenturniers in Halle verpasst. Der deutsche Topspieler unterlag seinem US-amerikanischen Angstgegner Taylor Fritz am Samstag nach einer kräftezehrenden Partie über 2:40 Stunden mit 6:7 (4:7), 6:4 und 7:5. Damit wartet der 27-Jährige kurz vor dem Start von Wimbledon weiterhin auf seinen ersten Karrieretitel auf Rasen.

Starker Beginn und plötzliche Rückenprobleme

Dabei begann das Match für Deutschlands Nummer eins vielversprechend. Zverev nahm dem US-Amerikaner früh den Aufschlag zum 2:1 ab, da sein Returnspiel in der Anfangsphase hervorragend funktionierte. Doch die anfängliche Souveränität schwand schnell. Fritz konterte prompt, sicherte sich 13 Punkte in Serie und schaffte das Rebreak zum 3:3 zu null.

Beim Stand von 3:4 drohte die Begegnung dann eine dramatische Wendung zu nehmen. Zverev verließ den Platz für eine medizinische Auszeit und ließ sich am Rücken behandeln. Trotz offensichtlicher physischer Probleme kehrte er unter dem Applaus der Zuschauer zurück, dehnte sich intensiv und rettete sich in den Tiebreak. Dort mobilisierte er die letzten Kraftreserven und sicherte sich den ersten Satz mit krachenden Aufschlägen.

Nervenschlacht in der unerbittlichen Hitze

Mit zunehmender Spieldauer verwandelte sich der Centre Court in Halle in eine echte Rasensauna. Zverev litt sichtlich unter den extremen Bedingungen, schleppte sich zwischen den Ballwechseln über den Platz und versuchte im zweiten Durchgang, die Ballwechsel so kurz wie möglich zu halten. In den Aufschlagspielen von Taylor Fritz fand der Hamburger kaum noch ein Mittel.

Die Entscheidung im zweiten Satz fiel beim Stand von 4:4. Nach einer Verwarnung wegen Zeitverzögerung strich der Schiedsrichter Zverev unter einem gellenden Pfeifkonzert des Publikums den ersten Aufschlag beim Stand von 0:40. Der US-Amerikaner nutzte die Gunst der Stunde, holte sich das entscheidende Break und servierte zum Satzausgleich.

Bitteres Ende trotz großem Kampfgeist

Wer nach der zehnminütigen Hitzepause vor dem dritten Satz mit einer Aufgabe Zverevs rechnete, sah sich getäuscht. Der Weltranglistenvierte quälte sich weiter durch das Match und hielt die Partie bis zum 4:4 völlig offen. Doch am Ende war es erneut Fritz, der im entscheidenden Moment zuschlug und das finale Break landete. Für Taylor Fritz war es bereits der siebte Sieg in Serie gegen Alexander Zverev.

Trotz der bitteren Niederlage feierten die Fans in Halle den unterlegenen Lokalmatadoren für seinen aufopferungsvollen Kampf wie einen Sieger. Taylor Fritz trifft nun im Finale entweder auf Daniel Altmaier oder seinen Landsmann Frances Tiafoe, die das zweite Halbfinale unter sich ausmachen.

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