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Exakt ein Jahrzehnt nach seiner Auswahl im Draft 2016 hängt Justin Simmons seine Footballschuhe endgültig an den Nagel. Der 32-jährige Safety verkündete am Mittwoch im Rahmen einer emotionalen Zeremonie offiziell sein Karriereende in der NFL – und verabschiedet sich standesgemäß als Spieler der Denver Broncos.

Eine emotionale Rückkehr nach Colorado

Obwohl der Defensivspezialist nach seiner Entlassung aus Gehaltsgründen im Frühjahr 2024 für eine Saison zu den Atlanta Falcons wechselte, lag sein sportliches Herz stets in Denver. Auf seinen sozialen Kanälen betonte der Routinier, dass die Franchise für ihn weit mehr als nur ein Arbeitgeber gewesen sei: Sie war sein Herz, sein Zuhause und seine Geschichte. Während der offiziellen Verabschiedung im Kreise seiner Familie und Weggefährten zeigte sich der ehemalige Teamkapitän tief berührt und dankbar für die Ehrung, die sich für ihn nach eigenen Worten fast zu groß anfühlte.

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Harte Jahre und herausragende NFL-Statistiken

Sportlich durchlebte der in den USA hoch angesehene Führungsspieler mit seinem Team eine anhaltende Durststrecke. Nach dem Titelgewinn im Super Bowl 50 verpasste Denver durchgehend die Playoffs. Simmons, der nach dem Draft schnell zu einer unverzichtbaren Stütze der Defensive wurde, gab unumwunden zu, dass diese acht Jahre auch schmerzhaft waren. Er habe oft das Gefühl gehabt, die Fans und das Team zu enttäuschen.

Die Bilanz einer beeindruckenden Karriere: An seinen individuellen Leistungen lag die sportliche Misere jedoch nicht. In insgesamt 134 NFL-Spielen verbuchte der Abwehrspieler 666 Tackles, verteidigte 71 Pässe und erzwang fünf Fumbles. Besonders seine 32 Interceptions – davon 30 im Trikot der Broncos – sicherten ihm ligaweit einen Spitzenplatz. Neben den Erfolgen auf dem Rasen wurde der US-Amerikaner für sein weitreichendes soziales Engagement gleich dreimal als teaminterner Kandidat für den Walter Payton Man of the Year Award nominiert.

Neuer Fokus: Familie, Stiftung und Tailgating

Nachdem er im vergangenen Jahr 16 Partien für die Falcons absolviert hatte, stand er in der jüngsten Saison nicht mehr auf dem Platz. Da passende Vertragsangebote für ein weiteres Jahr ausblieben, richtet sich sein Blick nun auf das Leben nach dem Profisport. Simmons plant, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen, sich intensiv seiner eigenen Stiftung zu widmen und sich beruflich neu zu orientieren.

Eines steht für den frischgebackenen NFL-Rentner jedoch schon fest: Er möchte endlich ein Heimspiel aus der Perspektive der Fans erleben. Mit einem Schmunzeln verriet er sein erstes Ziel: Er freue sich am meisten auf das traditionelle Tailgating vor dem Stadion – eine Erfahrung, die ihm als aktiver Profi logischerweise bislang verwehrt blieb.

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