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Die New York Knicks haben in den NBA Finals ein Stück Basketball-Geschichte geschrieben. Das Team aus dem Big Apple drehte am Donnerstag einen 29-Punkte-Rückstand gegen die San Antonio Spurs und sicherte sich mit einem dramatischen 107:106-Sieg die 3:1-Führung in der Best-of-Seven-Serie.

Historische Aufholjagd dank Brunson und Anunoby

Nach der ersten Halbzeit deutete im Madison Square Garden alles auf einen souveränen Auswärtssieg der Texaner hin. Die Spurs spielten exzellent auf und führten zur Pause deutlich mit 76:49. Doch nach dem Seitenwechsel starteten die Hausherren die größte Aufholjagd, die jemals in einem NBA-Finale verzeichnet wurde. Damit übertrafen die New Yorker den bisherigen Rekord der Boston Celtics, die 2008 einen 24-Punkte-Rückstand gegen die Los Angeles Lakers wettgemacht hatten.

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Angeführt von einem überragenden Jalen Brunson, der 36 Punkte und sieben Assists auflegte, kämpften sich die Gastgeber Punkt für Punkt zurück. Den entscheidenden Nadelstich setzte schließlich OG Anunoby. Der Forward, der die Partie mit 33 Zählern beendete, tippte 1,2 Sekunden vor der Schlusssirene einen Offensivrebound zum Sieg in den Korb. Ein letzter Wurfversuch der Gäste verfehlte sein Ziel. Knicks-Trainer Mike Brown lobte die Aktion, die die heimische Arena in absolute Ekstase versetzte, als den potenziell wichtigsten Spielzug der Vereinsgeschichte.

Spurs stehen mit dem Rücken zur Wand

Für die San Antonio Spurs stellt der brutale Einbruch in der zweiten Spielhälfte einen herben Rückschlag dar. Trotz einer starken Leistung von Victor Wembanyama, der 24 Punkte und 13 Rebounds verbuchte, glitt den Gästen die Partie völlig aus den Händen. Der Franzose zeigte sich nach der Niederlage ratlos und bemängelte den fehlenden Hunger seiner Mannschaft in den entscheidenden Minuten. Auch Spurs-Coach Mitch Johnson fand klare Worte und bezeichnete den Spielausgang als gelinde gesagt enttäuschend.

Der fünfmalige Champion aus Texas muss nun drei Spiele in Folge gewinnen, um den Titel noch an sich zu reißen. Ein solches Comeback nach einem 1:3-Rückstand in einer Finalserie gelang in der Liga-Historie zuletzt den Cleveland Cavaliers im Jahr 2016.

Erster Titel für New York seit 53 Jahren greifbar

Die New York Knicks sind nun nur noch einen einzigen Sieg von ihrem ersten Meistertitel seit 1973 entfernt. Bereits in der Nacht zum Sonntag haben sie im fünften Spiel der Serie in San Antonio den ersten Matchball, um die Durststrecke der Franchise zu beenden.

Zudem winkt einem deutschen Spieler der große Triumph. Der Big Man Ariel Hukporti kam vor der Halbzeitpause für drei Minuten zu seinem ersten Einsatz in den diesjährigen Finals. Er könnte nach Dirk Nowitzki und Isaiah Hartenstein der erst dritte Deutsche werden, der sich den prestigeträchtigen NBA-Titel sichert.

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